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13 Mio für die Volksmusik

Bild: www.klanghaus-toggenburg.ch

Wohl alle Länder und alle Völker haben ihre eigene typische Volksmusik. Sie geniesst mehr oder weniger Wertschätzung. Weil es sich bei der Volksmusik um so genannte Laienmusik handelt und sich Laienmusik von der professionellen Kunstmusik abgrenzt, erfährt sie weniger finanzielle Unterstützung als Musik, die der Hochkultur zugeordnet ist. Schon gar nicht durch den Staat.

Was eben in den Medien zu lesen war, lässt umso mehr aufhorchen. Am letzten Samstag wurde im deutschen Freistaat Bayern in der Stadt Freyung im Bayerischen Wald eine Volksmusik-Akademie eröffnet. Die erste in Deutschland. Akademie und Volksmusik scheinen zwar Begriffe zu sein, die sich auf den ersten Blick beissen, weil Volksmusik ja nicht elitär und akademisch, sondern volksnah sein soll. Doch weil eben eröffnet, beissen sich die Begriffe offensichtlich nicht. Im Gegenteil: Mit dem Namen wird sofort ersichtlich, was im Haus stattfindet. Es wird musiziert, gesungen, getanzt und gespielt. Auch laienhaft. Im Stegreif. Ohne Noten.  

Auffallend und bedeutsam ist anderes umsomehr. Während über zwei Jahren liess die Stadt Freyung einen alten, historischen Gebäudekomplex umbauen und sich die Sanierung eines Stadls, wo künftig Kapellen, Chöre und Trachtengruppen ihren Ort zur Pflege und Weiterentwicklung von Traditionen haben, fast 13 Millionen Franken kosten. In der Bevölkerung gebe es seit einigen Jahren eine grosse Sehnsucht nach Verwurzelung, was sich auch in der politischen Debatte manifestiere, sagte der Bürgermeister an der Eröffnungsfeier. Alle würden über Heimat reden. Um weltoffen zu bleiben, sei es wichtig zu wissen, woher man komme. Und in diesem Wissen das zu tun, was die Gesellschaft brauche, um respektvoll miteinander umgehen zu können: «Dazu gehören als Grundelemente auch mit grosser Freude ausgeübtes Musizieren, Singen und Tanzen». Da bleibt unsererseits nur festzustellen: Hut ab vor der Stadt Freyung, die praktisch alleine über 13 Millionen für die Volksmusik stemmt.

Musik wird mehr oder weniger auch in der Schweiz gefördert, insbesondere durch die Kantone. Volksmusik hat es aber auch hierzulande schwer. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons St. Gallen haben Ende Juni nach zweimaligen Scheitern nochmals Gelegenheit, sich zum Projekt «Klanghaus Toggenburg» zu äussern. Ausser der «volksnahen» SVP empfehlen die andern Kantonalparteien die Zustimmung zur innovativen Idee (siehe www.klanghaus-toggenburg.ch). Man darf gespannt sein, wie heimatverbunden auch St. Gallerinnen und St. Galler tatsächlich sind. 

Live-Musik Auswahl:

DO 16.05
Ennetbürgen «Herdern» (Bruno Inderbitzin/Joe Wiget 14 h)

FR 17.05
Aeschiried «Chemihütte» (Seebärggruess CD-Vorstellung)
Bürglen «Der Gasthof» (waschächt)
Les Diablerets «Post» (Bühler/Fischer, auch am SA)
Seewen «Bauernhof» (Echo vom Druosbärg)

SA 18.05
Horw «Zunftspycher» (Ladies Akkordius 16 h)
Leimbach «Ref.Kirchenzentrum» (Willis Wyberkapelle 19.30 h)
Ibach «Post Diti und Nisi» (Echo vom Lienisberg 20 h)
Rothenthurm «Biberegg» (Brand/Steiner)

SO 19.05
Schwyz «Haggenegg» (Gantegruess 12 h)
Hemberg «Alpstöbli» (Trio Örgeliwirbel 13.30 h)
Rothenthurm «Biberegg» (Werner Ehrler 15.30 h)

MI 22.05
Biel «Hausi Straub Fanclub» (Ürsus Örgelifründe)
Burgdorf «Örgelikeller» (Fägnäscht)
Weissbad «Hof» (Altfrentsch)
Zürich Letzigrund «Schlachthof» (Just/Meierhans)
Rüegsbach «Säge Rinderbach» (Aentlibuecher Giele)

Geri Kühne

Links zum Thema https://www.klanghaus-toggenburg.ch/
Beitrag vom 15.05.2019



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