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Tulpen aus Amsterdam

Bild: Restaurant Biberegg, Rothenthurm

Aschermittwoch! Für angefressene Fasnächtler definitiv der Zeitpunkt, die Farben zu wechseln. Bleibt nur noch der Gruss nach Basel! Für ein Jahr Abschied nehmen von bunten Kostümen und knallig-leuchtender Schminke. An deren statt eintauchen in die noch viel schönere farbig-kunterbunte Vielfalt der Natur, die sie uns schon seit Tagen liefert. Schneeglöcklein, Krokusse, Narzissen...

Die soeben eingetroffenen Tulpen aus Amsterdam passen perfekt dazu. Sie haben mich nicht in natura, sondern in Briefform als Antwort auf eine entsprechende Frage bei einer zurückliegenden Begegnung erreicht. Sie sind nämlich immer wieder an volkstümlichen Anlässen anzutreffen, Marie-Jeanne und Arthur van der Lubbe aus Holland. Fast andächtig sitzen sie da und dort und lauschen der Schweizer Volksmusik. Sehr oft sieht man sie tanzen und spürt die Freude, die sie dabei erleben. Woher kommt sie, wollte ich mal wissen?

Das sei sehr schwierig zu erklären, meinen die beiden unisono. Ganz klar eine allmählich gewachsene Erfahrung. Die Schweizer Musik, die Ländlermusik, berühre sie sehr, erzählt Marie-Jeanne. Der Klang, die lieblichen Melodien, steigere ihre Stimmung und führe zu noch besserer Laune. Marie-Jeanne hat in den 60er Jahren Ferien im Berner Oberland verbracht und dort Schwyzerörgeli-Musik gehört. Jahre später, als Arthur bereits eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielte, fuhren sie gemeinsam ins Engadin und lernten die Bündnermusik kennen. «Wir fuhren immer öfters in die Schweiz und verbrachten auch Ferien in diesem wunderbaren Land. Natürlich entdeckten wir auch die Appenzeller- und die Innerschweizer Musik. Inzwischen sind wir totale Fans geworden», weiss Arthur. Man höre oft Radio Tell, ordne die Musik einem Stil zu und versuche aufgrund dieser Zuteilung auf spielerische Weise, den Komponisten heraus zu finden. Was erstaunlicherweise manchmal gelinge.

«Tragt Sorge zu eurer wunderschönen Musik, liebe Schweizerinnen und Schweizer», mahnen die Holländer. «Zu eurer urchigen, bodenständigen, die je nach Region immer wieder anders tönt und darum im wahrsten Sinn des Wortes eigenartig ist. Aber auch zur faszinierend virtuosen Musik. Dank der unterschiedlichen Rhythmen, von Marsch über Polka zu Schottisch respektive Walzer, Mazurka zu Ländler, ist sie nicht nur eigenartig, sondern weltweit einzigartig».

Irgendwie heimelig, dass unsere Musik Menschen berührt und packt, die gar nicht hier bei uns in den Bergen, sondern in einem flachen Land leben. Dort hätte sie allerdings die auch für die Schweiz wünschenswerte Chance, sich viel schneller auszubreiten als hier zwischen Bergen und Tälern, die so manches andere ebenfalls in die Enge treiben.

Live-Musik Auswahl:

DO 7.3.
Sihlbrugg «Dukes» (Christian Schnetzer).

FR 8.3.
Davos «Landhuus» (LK vo Saas)
Adliswil «Au» (SöMM Mutschellen)
Obermurgenthal «Löwen» (Bodeständig)
Spiringen «Post» (waschächt)

SA 9.3.
Engelberg «Bänklialp» (Lui Bürgler/Fredy Reichmuth
Rothenthurm «Biberegg» (Rickenbacher/Heinzer)
Schwägalp «Bergrestaurant Säntis» (Gupfbuebä)
Ried-Muotathal «Fluhhof» (Urnergmüet)
Trubschachen «Hirschen» (Enzian Gümligen)
Wittenbach «Schloss Dottenwil» (Willis Wyberkapelle und Christian Enzler)

SO 10.3.
Schattdorf «Raststätte» (Fuchs/Bissig, Brunch 10)
Allenwinden «Löwen» (Lüpfig)
Rickenbach «Windstock» (Gupfbuebä)
Hildisrieden «Roter Löwen» (Scherrer/Matter)
Chur «Bierhalle» (Rhygold)

MO 11.3.
Altdorf «Schützenhaus» (Prisi/Mosimann/Heinzer/Mader).

MI 13.3.
Seedorf «Rössli» (Uri Schwyz und Unterwalden)
Weggis «Gotthard» (Bühler/Fischer)

Geri Kühne

Beitrag vom 06.03.2019



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