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Das 50. Fasnachtsspiel


Freilichtspiele. Freilicht-Theater. Festspiele. Seebühnen. Im Internet sind in der Deutschschweiz rund 60 Links zu derartigen Anlässen aufgelistet. Etwa 25 finden im Verlaufe dieses Sommers statt. Top Events wie Gottfried Kellers Romeo und Julia auf dem Dorfe im Landschaftstheater Ballenberg, die Bregenzer Festspiele mit Verdis Rigoletto, die Tellspiele in Interlaken, Karls kühne Gassenschau in Olten oder in Thun das Udo Jürgens Musical Ich war noch niemals in New York. Zirka 30 der aufgeführten Openair-Spektakel werden jeweils im Turnus von zwei bis fünf Jahren inszeniert, andere auf der Liste gibt es exklusiv nur ein einziges Mal.

Nur das alle drei bis fünf Jahre stattfindende Japanesenspiel in Schwyz ist ein Winter-Freilichtspiel. Unter dem Titel Was ächt Schwyz ist das Stück ab 22. Februar bis 3. März acht Mal zu geniessen. Die Japanesenspiele der gleichnamigen Gesellschaft (gegründet 1857) werden während der Fasnacht gezeigt und sind mit entsprechendem Klamauk eben Fasnachtsspiele. Die Schwyzer Japanesen veranstalteten erstmals 1857 eine derartige Fasnachts-Revue und gelangen mit der bevorstehenden zur 50. Auflage in der Reihe.

Der einzige Japanese in der aktuellen Inszenierung findet jedoch keine Beachtung. Ein Älpler und ein Musiker treffen auf den konsternierten Japanesen und merken schnell, dass der einst so stolze Fasnächtler (man bezeichnete in Schwyz die Japanesen mitunter auch als Stehchrägeler) gar nicht dem schleichenden Niedergang seiner 162jährigen Zunft nachtrauert, sondern sich vielmehr grosse Sorgen um Schwyz und die Schwyzer macht.

Einer dieser Schwyzer ist Reto Grab, ausserhalb des Fasnachtsspiels ein virtuoser Örgeler in der Formationen Rampass oder als Aushilfe bei Mosi-Musig, retomons & friends, Ghörsch, Samuel Rohrer usw. Grab besetzt als Musikant zusammen mit dem Älpler und dem Negus aus Seewen (König von Addis-a-Seeba) samt dessen Haremsdamen eine der drei tragenden Rollen, und verleiht mit seiner instrumentalen Präsenz (auch in der Live Band) dem närrischen Geschehnis einen kleinen Spritzer Bodenständigkeit.

Schwyz bietet ab 22. Februar also ein exklusives fasnächtliches Vergnügen jener Gattung, die einst auch anderswo Hochblüte feierte. Doch Fasnacht hat sich bekanntlich gewandelt. Sie findet im Kontrast zu beschriebenem Winter-Freilichtspiel heutzutage ja auch im Sommer statt. Wie Figura am Beispiel eines electro-dröhnenden und erfolgreichen Umzuges namens Street Parade seit bald 30 Jahren zeigt.

Live Musik Auswahl:

DO 14.02.
Adelboden «Schermtanne» (Echo vom Vitznauerstock).

FR 15.02.
Lichtensteig «Kalberhalle» (waschächt 14 h)
Uznach «Frohe Aussicht» (waschächt, 20 h)
Hemberg «Löwen» (Gebrüder Rickenbacher)
Reichenburg «Frohsinn» (Schabernack)
Gonten «Roothuus» (Vernissage Appenzellermusik)
Sihlbrugg «Dukes» (Urs Brühlmann, CD-Vorstellung)

SA 16.02.
Engelberg «Bänklialp» (Peter Hess)
Erlenbach i.S. «Hirsch-Ku» (Pflanzplätz)
Ried-Muotathal «Fluhhof» (Echo vom Heubodä)
Rothenthurm «Biberegg» (Echo vom Vitznauerstock)

SO 17.02.
Schattdorf «Raststätte» (Kurt Murer/Edi Wallimann s10 h)
Engelberg «Wasserfall» (Fredy und Sigi Reichmuth 12.30 h)
Allenwinden «Löwen» (Dolfi Rogenmoser/Friedel Herger 14 h)
Chur «Bierhalle» (Arflina)
Gersau «Rathaus» (Urnergmüet)
Rickenbach «Windstock» (Martin Suter jun.+sen. mit Marion)
Rothenthurm «Biberegg» (Werner Ehrler)
Mühlehorn «Mühli» (Roman Schnyder)
Weissbad «Loosmühle» (Holdrioo)

Geri Kühne

Links zum Thema http://www.japanesen.ch/spiel-2019.html
Beitrag vom 13.02.2019



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