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Das Jahr geht und sie gehen

Bild: Beat Tschümperlin (SRF)

In 13 Tagen endet 2018. Es bleiben die Erinnerungen. Mit dem Abschluss des Jahres enden auch die Karrieren zweier zwar verschiedenartiger Persönlichkeiten, die jedoch beide über Jahre hinweg mit der Volksmusik verbunden waren. Der eine diesbezüglich eher administrativ im Hintergrund, der andere aktiv an der Front.

Am letzten Freitag verabschiedete die grosse Kammer den Toggenburger Bauern und höchst erfolgreichen Nationalrat Toni Brunner mit einer langen Standing Ovation. «Er ist eine bodenständige und gmögige Frohnatur», sagte Nationalratspräsidentin Marina Carobbio unter anderem in der Abschiedsrede. Toni Brunner ist mit der Ländlermusik und dem Schweizer Brauchtum sehr verbunden. Ende 2005 gründete er das buureradio.ch und führte es die ersten Jahre als Chefredaktor. Das Internetradio ging später in das heutige Radio Tell über. 

Am letzten Sonntag widmete die SRF Musikwelle ihrem langjährigen Musikredaktoren Beat Tschümperlin unter dem Titel «Danke Mr. Zoogä-n-am Boogä» eine Abschiedssendung. Im von Sämi Studer moderieren Brunch waren manche Anektoden zu erfahren und Beats Lieblingsmusik hören.

Der studierte Jurist war zuerst als Praktikant bei Radio Pilatus, dann als Redaktor bei Radio Schwyz, später Central tätig, bevor er 1999 in die Volksmusik-Redaktion von Schweizer Radio DRS wechselte. Fast Kult in der langen Radio-Laufbahn ist ein zweistündiges Gespräch Tschümperlins mit der Schwyzerörgeli-Legende Res Gwerder im «Ländlerzmorge». Markant darin zwei, drei «Antworten» Gwerders auf Fragen des Interviewers. Schweigen. Nichts. Kein Ton. «Er nickt, dä Res», reagierte Beat sympathisch. Und... «er nickt wieder, dä Res».

Verschieden Ländlerkomponisten haben Beat Tschümperlin für seine Verbundenheit mit der Ländlermusik Tänze gewidmet.

Der aktuelle Goldener Violinschlüssel-Träger Arno Jehli zum Beispiel hat ihn mit dem Titel «Am Mikrofon dr Beat Tschümperlin» überrascht. Aus der Feder Toni Bürglers stammt der Schottisch «Beat’s Ländlerzmorgä», der wohl männiglich immer auch an den oben erwähnten «Austausch» zwischen Tschümperlin und Gwerder erinnert, wenn sie das Stück hören. Fritz Dünner drückte musikalisch aus, was er von Beat hält: «En ächtä Schwiizer, dä Tschümperlin».

Auch Franz Hess zollt Tschümperlin mit einem Titel Respekt: «Danke Mr. Zoogä-n-am Bogä». Da kann sich unsereins nur anschliessen und hoffen, dass der vielseitige, eloquente und kompetente Volksmusik-Kenner wenigstens da und dort noch als gewiefter Moderator im Einsatz stehen wird. «Merci, und machs guet, Beat».

Live-Musikauswahl:

Täglich und am nächsten Sonntag mit den zwei letzten Vorstellungen im 2018: Lachner Wiehnachtszauber.

FR 21.12.
Letzer Zooge-n-am Boogä mit Beat Tschümperlin aus Braunwald.
Hildisrieden «Roter Löwen» (Scherrer/Matter),
Zug «Bären» (Abächerlis, auch am SA).

SA 22.12.
Engelberg «Bänklialp» (Echo vom Gätterli),
Ried-Muotathal «Fluhhof» (Tänzig),
Rothenthurm «Biberegg» (Muotachoscht).

SO 23.12.
Allenwinden «Löwen» (Michi Müller/Simon und Claudia Lüthi ab 14 h),
Rickenbach «Windstock» (Mosi-Musig),
Chur «Bierhalle» (Sennagruess 15 h),
Uznach «Frohe Aussicht» (Werni und Hans-Cordonbleu-Tanz 18 h),
Appenzell «Rössli» (Enzian 19.30 h),
Schwanden BE «Rothhorn» (Thürler/Mosimann, Markus Liebi 20 h),
Rothenthurm «Biberegg» (waschächt, JK Herisau Säge 20 h).

DI 25.12.
Steckborn «Bahnhof» (Tanzboden 9.30 h),
Seedorf «Rössli» (Echo vom Riedberg 20 h).

Schöne Festtage allseits!
Geri Kühne

Beitrag vom 19.12.2018



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