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Respekt vor Tradition

Tonhalle-Orchester Zürich (Foto: Paolo Dutto)

Am nächsten Samstag wird das Tonhalle Orchester Zürich (TOZ), eines der besten Sinfonieorchester Europas, die 6. Auflage der «Stubete am See» in Zürich eröffnen. Das seit 2008 alle zwei Jahre stattfindende Festival für so genannte «Neue Volksmusik» findet dieses Jahr wegen Umbau der Tonhalle Zürich in der Tonhalle Maag in Zürich West statt.

Das TOZ ist erstmals Gast. Auf die Spuren des seit 150 Jahren bestehenden, weltbekannten Orchesters einbiegen werden am Zürcher Anlass auch zwei Ländlerorchester. Die Reihe der von «Stubete am See» vor zehn Jahren initiierten «Ländlerorchester» wird 2018 mit dem Werk «Verändler» des Nidwaldner Geigers Andreas Gabriel fortgesetzt. Vor ihm hatten im Auftrag bereits Dominik Janett, Dani Häusler, Tommaso Huber, Markus Flückiger und Pirmin Huber die Herausforderung angenommen, für das Festival eine 45minütige Ländlersinfonie für grosse Ensemble zu komponieren. Pirmin Huber erhält mit seiner Formation nach 2016 und zusammen mit dem Muotataler Jodler Bernhard Betschart am Sonntag erneut einen Auftritt.

Andreas Gabriel (1982) stammt aus einer (volks)musikalischen Familie, in der er schon als Kind mit seinen Geschwistern und seinem Vater öffentlich musizierte. Stark mir der traditionellen Schweizer Volksmusik verbunden also, bewegt sich Gabriel heute in verschiedenen musikalischen Stils und Genres. Umso mehr lassen - im Kontext des für Neue Volksmusik stehenden Festivals - Gabriels Ausführungen zu seinem Werk aufhorchen: «Die schlichte Schönheit der alten, archaischen Melodien ist für mich zeitlos. Deshalb wird ein altes Muotathaler Bücheljüützli die Komposition eröffnen. Meine persönliche musikalische Antwort darauf erklingt als «Verändler» und ist der Versuch eines Brückenschlages von den überlieferten volksmusikalischen Strukturen und Melodien zu meinem zeitgenössisch geprägten Musikverständnis. Wie jede Sprache und jeder Dialekt einem steten Wandel unterworfen sind, so verändert sich auch die Sprache der Musik». Da hat Gabriel völlig recht.

Mit grosser Spannung dürfen sich Zuhörer auf dessen zwei Konzerte am Samstag um 17 und Sonntag um 18 Uhr freuen: «Mit Respekt vor der Tradition, aber auch mit grosser Lust zur Innovation, möchte ich diesen immer währenden Wandel im Ländlerorchester 2018 als Momentaufnahme erklingen lassen», sagt Andreas Gabriel weiter. «Verändler» könnte also durchaus dazu beitragen, festgefahrene Anschauungen und Meinungen in traditionellen wie progressiven Lagern aufzuweichen.

Das weitere Live-Musikangebot (Auswahl):

DO 16.08.
Rothenthurm «Biberegg» (waschächt, Ferienplausch, am Freitagabend Willis Wyberkapelle, am Samstagabend Martin Suter jun.+sen).

FR 17.08.
Gersau «Seebühne» (Schabernack),
Walchwilerberg «Pfaffenboden» (Echo vom Lienisberg),
Signau «Schlossberg» (Alpengruss, Seebärggruess).

SA 18.08.
Braunwald «Cristal» (Gupfbuebe),
Engelberg «Bänklialp» (Walimann/Gerig),
Lichtensteig «Köbelisberg» (Simon Lüthi/Marcel Frick),
Siebnen «Gusöteli» (Rusch-Büeble, Bärti + Angela Gisler, Hegner/ Schmidig u.a. am Gusötelifäscht),
Schattdorf «Dorfplatz» (Gisler/Arnold),
Walchwil «Pfaffenboden» (Tänzig).

SO 19.08.
Liestal «Sichtern» (Follchlore),
Küssnacht a.R. «Seebodenalp» (Hölzix),
Emmetten «Stockhütten» (Echo vom Paradiesli),
Alpthal «Gärtästübli» (Goldiger Örgeliblitz),
Muotathal «Roggenloch» (Bründler/Gisler),
Luzern «Dreilinden» (Brühlmann/Matter),
Rothenthurm «Biberegg» (Werner Ehrler).

DI 21.08.
Zürich «Aelpli-Bar» (Christoph + Johann Buchli).

Geri Kühne

Links zum Thema www.gersau.ch/de/gersau-tourismus/veranstaltungen/aktuell.html
Beitrag vom 15.08.2018



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