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Hudeli Musig und Hudigäggeler

Bild: Echo vom Gätterli, Pius Ruhstaller (Klarinettist), Autor «Volksmusik Einsiedeln-Alpthal-Ybrig»

Die heutige Innerschweizer Ländlermusik, eher virtuose Ländlermusik, gespielt von einer Kapelle mit Bläser, Akkordeon, Klavier und Bass, oder zwei Akkordeons (und/oder Schwyzerörgeli) mit selbiger Begleitung, allenfalls sogar nur mit Bass, soll ihren Geburtsplatz in Einsiedeln haben. Dies sei der Ländlerkapelle Fuchs zu verdanken, die auch «Hudeli-Musig» genannt wurde.

Während rund drei Generationen (ab 1850 bis 1929) musizierten mehrere Kapellen Fuchs in verschiedenen Besetzungen sehr erfolgreich. Sie spielten in der Region Einsiedeln, in der March und in den Höfen, im Zürcher Oberland, Bündnerland und auch in Zürich, dort aber eher der Kuriosität als der Musik wegen.

Alles dies, und noch viel mehr steht in einem soeben erschienenen Buch mit dem Titel «Volksmusik Einsiedeln-Alpthal-Ybrig». Geschrieben hat es der aus Einsiedeln stammende und heute in Gersau wohnhafte Ländlermusikant Pius Ruhstaller (Klarinettist und Kapellmeister von «Echo vom Gätterli) im Auftag der Kulturkommiossion des Kantons Schwyz, nachdem ein erstes Buch über die Ländlermusik im innern Kantonsteil bereits erschienen ist. Ruhstaller forschte nach früheren und heutigen Musikern, nach deren Kompositionen und nach Formationen. Kapellen wie jene von Martin Beeler, Echo vom Hirsch oder die Druosbärg-Büeblä haben die Musik der Fuchs-Kapellen weiter entwickelt und mit dafür gesorgt, dass die Innerschweizer Ländlermusik im ganzen Land bekannt und beliebt ist.

Der Name «Hudeli-Musig» geht übrigens gemäss Überlieferung auf Johann Fuchs' Urgrossmutter zurück. Sie habe ihre Hühner abends jeweils mit dem Ruf «Chum Hudeli, Hudeli chum» in den Stall gelockt. So soll der Übername für diesen Fuchs-Stamm und entsprechend auch für die Kapellen entstanden sein. Und daraus sei auch der Begriff «Hudigäggeler» abgeleitet worden. Die Musikanten selber seien über diese Bezeichnung gar nicht erfreut gewesen.
Sie sind es auch heute nicht, nehmen aber einigermassen unaufgeregt zur Kenntnis, dass nichts von Ländlermusik weiss und versteht, wer dieses wertvolle Schweizer Volkskulturgut ungeprüft und ungehört mit «Hudigäggeler» bezeichnet. Und mit seinen damit unbedeutenden Bemerkungen somit grundsätzlich entschuldigt, aber von weiteren Diskussionen zum Thema bis zu einer allfällig geänderten Meinung ausgeschlossen ist.

Live-Musik Auswahl:

DO, 12.07.
In Saas-Fee «Tenne» (Ländler-Wurlitzer, ab SA und nächste Woche waschächt).

FR 13.07.
Hildisrieden «Löwen» (Urs Brühlmann),
Rothenthurm «Biberegg» (Fredy + Sigi Reichmuth, Ferienplausch).

SA 14.07.
Engelberg «Bänklialp» (Echo vom Stanserhorn),
Rothenthurm «Biberegg» (Huusmusig Gehrig, Ferienplausch).

SO 15.07.
Siebnen «Gusöteli» (Stubete VSV SZ, ufgpillt & tanzed 12 h)
Emmetten «Stockhütte» (Echo vom Schöntal),
Küssnacht a.R. «Seebodenalp» (Echo vom Früeberg),
Muotathal «Roggenloch» (Chaltbächlergruess).

MI 18.07
Andermatt «Crown» (Sepp Wipfli/Fredy Reichmuth),
Oberiberg «Fuederegg» (Kryenbühl/Laimbacher),
Sils «Halbinsel Chasté» (Ils Fränzli da Tschlin,17 h).

Geri Kühne

Beitrag vom 11.07.2018



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