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Zürich wie Weggis und Appenzell


Schon zum 31. Mal findet am kommenden Sonntagnachmittag in Zürich der Zürcher Ländlersunntig (Läsu) statt. In elf Lokalen führen elf Musikformationen von 14 bis 18 Uhr volkstümliche Musik in verschiedenen Stilrichtungen auf. Am Ende des Tages versammeln sich alle zur Schlussstubete im «Falcone» in Wiedikon.

Der Zürcher Ländlersunntig hat seine Besonderheiten. Er wird vom Verband Schweizer Volksmusik des Kantons Zürich organisiert. Kraft Sponsoren sind die Veranstalter in der Lage, den Anlass auch gebührend zu bewerben. Dank dem Entgegenkommen der Wirte, welche die Gagen der Formationen übernehmen, ist der Läsu überhaupt durchführbar. Ein weiteres Merkmal des traditionellen Projektes besteht darin, dass die aufspielenden Formationen mehrheitlich aus Stadt und Land Zürich stammen. Nur gerade zwei Kapellen, die Grischuna-Örgeler aus SG/GR, sowie das Handorgelduo Ruedi und Beatrice aus dem Kanton Nidwalden, ergänzen die Zürcher. Andi Brunners Ländlerkapelle, heute im schaffhausischen Neuhaus domiziliert, startete früher unter Winterthur. Dem Läsu eigen ist ferner die Tatsache, dass nirgendwo Eintritt zu zahlen ist. Und: An diesem Sonntagnachmittag wird in den Lokalen überhaupt keine Konzertstimmung aufkommen, sondern zur gespielten Musik lockeres Beizenklima herrschen. Es darf geschwatzt, gelacht und auch getanzt werden.

Als Bühne für Ländlermusik präsentiert sich die Grossstadt Zürich zudem ganz ähnlich wie die Festivalorte Weggis (am übernächsten Wochenende vom 7.-10. Juni) oder Appenzell (3.-5. August). Man zieht auch an der Limmat ebenso wie an der Riviera des Vierwaldstädtersees oder am Fusse des Alpsteins von Ort zu Ort und wechselt die Musiklokale über die Strasse hinweg. Dort in einem begrenzten Raum zu Fuss, hier aufgrund der weiteren Distanzen mit Bahn, Tram und Bus. Läsu-Besucher kommen beispielsweise im Hauptbahnhof an, besuchen dort zuerst die «Brasserie Federal», wechseln später irgendwohin in andere Stadtteile und benützen dazu je nach Strecke z.B. Bus 64, 80, 37 oder Tram 2, 9, 14 usw. Mit der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel einher gehe überdies die heute doch einigermasssen rare Besonderheit, mal ein kleines Gläschen über den grossen Durst hinaus zu trinken, erzählen langjährige Läsu-Fans. Was dann schliesslich eben zur typischen Atmosphäre des Zürcher Ländlersunntigs beitrage.

Das Musikangebot:

Donnerstag 31. 05.
in Sihlbrugg «Dukes» (Bühler/Fischer).

Freitag 01.06.
Schwanden/Sgriswil «Rothorn» (Schabernack),
Seewen «Bauernhof» (Gebrüder Rickenbacher).

Samstag 02.06,
Siebnen «Gusöteli» (Stubete Willi Mächler 14), am Abend
Rothenthurm «Biberegg» (Esther Birchler/Sonja Schälin),
Engelberg «Bänklialp» (Bühler/Fischer),
Illnau «Rössli» (Innerschwiizer Ländler-Stärnstund),
Jenaz Ref. Kirche (50 Jahre Kapelle Oberalp, 17 h).

Sonntag 03.06,
Schwyz «Haggenegg» (Ächt Bodästendig),
Diemtigen «Schönbühl» (Follchlore 9.30 h),
Unteriberg «Höchgütsch» (Karin Nussbaumer/Sebi Betschart),
Zilli-Reischen, Kirche St. Martin (50 Jahre Oberalp, 18 h).

Geri Kühne

Links zum Thema www.vsv-zh.ch
Beitrag vom 30.05.2018



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