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Wenn auch Gene musizieren

Bild: Lukas Gernet Quintett (Mitte)

In Horw feiert Lukas Gernet am Donnerstag seinen 34. Geburtstag. Eine weitere Gelegenheit für Radio Tell, einem Geburtstagskind einen Musikwunsch erfüllen und musikalische Grüsse zu überbringen.

Soweit er informiert sei, seien Gernets im 10. Jahrhundert von der Normandie nach England übersiedelt und im 12. Jahrhundert in die Innerschweiz in die Umgebung Luzerns eingereist, antwortet Lukas Gernet auf die Frage nach der Herkunft des Familiennamens. Das Geburtstagskind ist in Horw aufgewachsen und heute zusammen mit seiner Lebenspartnerin wieder dort zu Hause. Gernet und Horw erinnern Szenenkenner an die Jodlerin Ursula Gernet, Lukas’ Mutter. Ursula hiess früher Aregger. Bei diesem in Horw verwurzelten Namen landen wir im Gespräch dort, wo ich Lukas haben wollte: «Ja ja, Hans Aregger, das ist mein Grossvater und seine Frau Lineli ist meine Grossmutter. Nicht verwunderlich, dass bei Lukas ganz viele musikalische Gene vorhanden sind.

«Ich bin in einer überaus volksmusikalischen Familie aufgewachsen und war immer von Musik umgeben», erzählt Lukas. Volksmusik bedeute ihm darum sehr viel. Der Klavierspieler ist heute Mitglied im Quartett Gläuffig. Seine Mitspieler Mathias Landtwing (Klarinette), Fränggi Gehrig (Akkordeon) und Pirmin Huber (Kontrabass) stammen allesamt aus Familien mit volksmusikalischem Hintergrund. Alle vier haben an der Hochschule Luzern in unterschiedlichen Studienrichtungen abgeschlossen (Volksmusik, Jazz, Klassik, Komposition) und sich zu virtuosen Instrumentalisten entwickelt.

Lukas Gernet hat sich neben der Volksmusik auch dem Jazz verschrieben. Im klassischen Jazztrio (Piano, Bass, Schlagzeug) «MaxMantis» werden neben Eigenkompositionen und Improvisation zu verschiedenen musikalischen Themen aufgeführt, aber auch die Verbindung zur Volksmusik bewusst hergestellt. «Auch die Schweizer Volkslieder gehören zum reichen Kulturgut. Beispiele wie «Vo Luzern uf Weggis zue oder z Basel am mim Rhy» gehören darum ganz selbstverständlich zu unserem Repertoire», weiss Lukas Gernet. Neben dem Trio gibt es auch noch das Jazzquintett «Reconception». Eine Band mit fünf Musikern aus verschiedenen Ländern, die von der Bebop-Musik eines Charlie Parker oder John Coltrane ebenso beeinflusst ist wie von der Musik eines Johann Sebastian Bach.

Auch Lukas Gernet hat mit seinen verschiedenen Formationen erfahren, dass es immer schwieriger wird, Publikum für Livekonzerte zu generieren. Im Moment sei aber deutlich zu spüren, dass sich die Menschen nach den Lockdowns wieder nach Livemusik sehnen. Lukas Gernet stellt zudem fest, dass sich bei Gläuffig eher ältere Zuhörer einfinden, beim Jazz jüngere. Immer wieder benutze er sowohl hier wie dort die Gelegenheit, nach Konzerten mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen. Oft stosse er auf Interesse und immer wieder gebe es aus dem Lager der einen oder andern Seite Personen, die sich ein Konzert mit der Musik der für sie bis dahin unbekannteren Gattung  anhören.

Lukas Gernet hat einen unglaublich schönen und vielseitigen Beruf erlernt, schwärmt der 34ig-Jährige: «Ich darf täglich Musizieren. Meine Musik bewegt sich im Umfeld von diversen Musikstilen und ich spiele in drei unterschiedlichen Bands mit verschiedenen Musikern zusammen. Ich darf komponieren, arrangieren. Meine Ausbildung in Pädagogik erlaubt mir, dass ich auch Musikunterricht erteilen darf».

Lukas Gernets Musikwunsch schliesst den Kreis zu seinem Grossvater Hans Aregger. Ein wunderbarer Schottisch, gespielt von der Ländlerkapelle Aregger/Roos. Zu hören am Mittwochabend, zirka 19.30 Uhr, am Do um 13.30 und Fr um 10.30 Uhr. 

Geri Kühne

Beitrag vom 03.11.2021


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FR 05.11
Oberarth, Horseshoe-Braui, LT Tänzig - D Vorstellung
Luterbach, Krone, Berner Örgeliplausch
Aeschiried, Chemihütte, Ohalätz – CD Vorstellung
Spiringen, Alte Post, R. Rogenmoser/J. Bucher/O.Zurfluh

SA 06.11.
Siebnen, Gusöteli, Walter Hegner-Stubete 14 h
Uznach, Frohe Aussicht, Kessler/Zumbrunn/Schütz/Huber
Hünenberg, Heiri-Saal, Echo vom Gätterli
Rothenthurm, Biberegg, Prisi/Mosimann/Heinzer/Mader
Schwyz, Chupferturm, Ufwind



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