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Ein Freiämtler am Kerenzerberg

Bild: Echo vom Vitznauerstock

Daniel Kaufmann feiert im glarnerischen Mühlehorn am Kerenzerberg heute Mittwoch seinen 34. Geburtstag. Radio Tell gratuliert ihm in Geris Ländlertipp mit der Erfüllung seines Musikwunsches.

Wer Daniel Kaufmann im Livetelefongespräch hört, spürt seine Leidenschaften. Der in Sins im aargauischen Freiamt auf einem Bauernhof Aufgewachsene Daniel Kaufmann wäre gerne Landwirt geworden. Die Lehre dazu hat er absolviert;  Strukturwandlungen zwangen ihn, sich beruflich in andere Richtungen zu orientieren. Wenn möglich verbringt Daniel Kaufmann immer wieder Zeit auf dem Bauernhof seines älteren Bruders, der den elterlichen Hof übernommen hat.

Als Naturfreund zog es ihn aber damals in die Berge. Nach Mühlehorn, des einzigen Dorfs des Kantons Glarus, das am Walensee liegt. Dort eröffnete er vor elf Jahren mit 23 eine eigene «Handorgel- und Schwyzerörgeliwerkstatt», weil ihn der Instrumentenbau samt dem Stimmen schon immer faszinierte. Zu Dritt betreuen sie heute die schnell angewachsene Kundschaft aus der Region, was Daniel Kaufmann ermöglicht, nebenbei auch einem ihm seit der Kindheit lieb gewordenen Hobby zu frönen. Kaufmann ist als Schwyzerörgeler und Akkordeonist aktuell mit Marcel Küttel vom «Echo vom Vitznauerstock» unterwegs und spielt auch immer wieder mit seinen langjährigen Partnern Stefan Maduz (Akkordeon) und René Schuler (Kontrabass) im «Echo vom Heimetli» zusammen. Das Schwyzerörgeli kennt Daniel Kaufmann in- und auswendig. Auf ihm musizieren lernte er im Musikunterricht. Akkordeon und Bass brachte er sich im Selbststudium bei.

Daniel Kaufmann ist auch Präsident des Verbandes Schweizer Volksmusikfreunde des Kantons Glarus. Angesprochen auf frühere bekannte Formationen (Echo vom Tödi, de urchige Glarner, Gebrüder Kobelt u.a.), weist der aktive Präsident Gerüchte weit von sich, dass die Ländlerszene im Lande Fridolins nicht mehr wie einst floriere. «Im Gegenteil», erklärt Daniel Kaufmann fast begeistert: «Es existieren einige Formationen, die vielleicht nicht die lukrativen Namen tragen wie frühere, aber dafür sind sie zahlreicher. Die junge Schwyzerörgeliszene steht in voller Blüte und begeistert Jung und Alt immer wieder. Geändert haben sich vielleicht die Gelegenheiten, sich zu treffen. Während vieler Jahre war die Ländler-Weihnacht im SGU (heute «linthrena sgu») in Näfels der grosse Anlass im Glarnerland mit Tausenden von Besuchern. Heute treffen sich die Jungen in kleinerem Kreise, kommen dafür öfters zusammen. Die Zeiten haben sich einfach geändert; aber auch im «Zigertschlitz» läuft in Sachen Ländlermusik einiges.»

Daniel Kaufmann hat sich bis zum Schluss des Gespräches überlegt, welchen Titel ihm Radio Tell zum Geburtstag spielen soll. Dieser selber ist nicht so bekannt, aber der Komponist schon. Kein Freiämtler und kein Glarner vom Fusse des Kerenzerberges, sondern ein Berner aus einer zweisprachigen Stadt. Zu hören heute Mittwoch um 19.30 Uhr, am DO um 13.30 und FR um 10.30 Uhr.

Geri Kühne

Beitrag vom 06.10.2021


Livemusik ohne Gewähr

SA 09.10.
Rothenthurm, «Biberegg», HD Betschart/Müller 20 h

MO 11.10.
Schwyz, «Waadt-Versicherung», Gebrüder Hess Chilbi 10.30 h 
Altdorf, «Schützenhaus», quartett waschächt

DI 12.10,
St. Gallen, OLMA Halle 9.1, Gebrüder Moser

FR 15.10.
Gstaad, «Wispil», eThunerbuebe (AHV-Tag 11 h)
St. Gallen, OLMA Halle 9.1, Schefer/Lei
Schwanden BE, «Rothorn», Swiss Ländler Gamblers
Goldau, «Bernerhöchi», Andr/Sebi Schmidig/Toni Bürgler
Hemberg, «Löwen», Familienkapelle Lasenberg

SA 16.10.
Rothenthurm, «Biberegg», Echo vom Tannenberg
Benken, «Chronä Bänggä», Friedel Herger/Urs Müller: Chilbi
Zug, «Bären», Echo vom Muotaland





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