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Nur Wirt wurde er nicht

Bild: Kappelle Philipp Mettler, Stefan Schrepfer 1vr (SRF)

In Obtalden feierte Stefan Schrepfer am Sonntag seinen 53. Geburtstag. Der Kontrabassist darf sich auch nachträglich einen Musiktitel wünschen.

Die Karriere des Kontrabassisten Stefan Schrepfer, der heute mit seiner Frau Manuela und vier Kindern in Obstalden wohnt, begann früh. Vier Konfirmanden bildeten eine Musikgruppe, aus der die Formation «Echo vom Stockloch» wurde: «Ich nahm klassischen Klavierunterricht und vermisste in der Gruppe den Bass. Das Instrument interessierte mich schon immer», erinnert sich Stefan. Der Vater mahnte seinen Sohn, dass er ihn mit dem Auto nur dann an einen Ort fahre, wenn er dort bei einem ausgewiesenen Lehrer auch was lerne. Der spätere Lehrer Köbi Kobelt aus Ennenda, Mitglied der bekannten Glarner Musiker-Dynastie Kobelt, überzeugte sich vom «Biss» seines künftigen Schülers, bevor er ihn unter seine Fittiche nahm.

Die Kobelt-Schule zeigte schnell Resultate. Der im volkstümlichen Bereich beim Handorgelduo Rogenmoser/Zahner engagierte Lehrmeister wusste über seine Beziehungen, dass die Jungformation Rogenmoser/Kistler einen Bassisten suchte. Stefan Schrepfer wurde Partner von René Rogenmoser, Xaver Kistler und Margrith Gander. Nach Renés Auswanderung in die USA löste sich das gefragte Duo auf. Den versierten Bassisten aber hatte man inzwischen in der Szene bemerkt. Philipp Mettlers Vater Franz gewann ihn in die Kapelle seines aufstrebenden Sohnes, was eine mehrjährige Zusammenarbeit nach sich zog. Stefan wurde als Aushilfe auch in andere Formationen gerufen. Namen wie Echo vom Tödi, Gebrüder Hess, Gebrüder Moser, Carlo Brunner, Ribary/Wicky, René Jakober usw. zeugen vom Talent Schrepfers.

Dass er sich neben dem häufigen Musizieren auch um seine Familie und um seine berufliche Zukunft kümmerte, versteht sich. Schrepfer bildete sich - als mögliches Standbein - in der Gastronomie aus und liebäugelte gar mit einer Wirtekarriere. Mit seinen Brüdern eröffnete er einen Grosshandel für Gartencenter und Zoofachgeschäfte. Alles zusammen zehrte an seinen Kräften. Stefan Schrepfer hörte zu Gunsten der Familie mit dem aktiven Musizieren auf und orientierte sich auch beruflich anderweitig. Den Entscheid bereut er nicht: «Ich habe so viele schöne Erinnerungen, der damalige Abschnitt stimmt und heute ist die Familie die grosse Erfüllung».

Xaver Kistler widmete ihm exakt in jener Phase einen Musiktitel, als Schrepfer die Wirtefachschule besuchte. Wirt ist Stefan trotz Schottisch nie geworden!

Auch das bereut er nicht. Die gehörfällige Komposition des Multimusikers Xaver Kistler aus Reichenburg aber würde er echt vermissen, wenn es sie - ihm gewidmet - nicht gäbe. Der Tanz vereinige alles auf sich: Wunderbares Musizieren mit guten Musikern und Kameraden, auf das man beim Anhören des Titels immer wieder gerne zurückblicke. Ob er auch mit Stefans heutigem Musikwunsch im Radio Tell einhergeht oder Philipp Mettlers Ländler «Für e Stefi» aufgelegt wird, ist am Mittwoch in der Version der Toggenburgerbuebe, bei denen Xaver Kistler später mitspielte, um ca. 19.30, am DO um 13.30 oder FR um 10.30 Uhr zu erfahren.

Geri Kühne

Beitrag vom 08.09.2021


DO 09.09.
Zug, «Brandenberg», (Betschart/Müller 12-18 h)
Sihlbrugg, «Dukes», (Echo vom Paradiesli 19 h)
Appenzell, «Rössli», (Hersche Bruno Stobete)

FR 10.09.
Altlstätten./Lüchingen, «Badhof», (Wyberkapelle m Christian Enzler 19 h)
Hemberg, «Löwen», (Etzel-Buebä)

SA 11.09.
Rickenbach LU, «Löwen», (Berner Örgeliplausch)
Rothenthurm, «Biberegg», (Gebrüder Hess)
Riemenstalden, «Kaiserstock»(, Hujässler und Rampass)

SO 12.09.
Emmetten, «Stockhütte», (Urs Meier/Fränggi Gehrig 11-16h)
Riemenstalden, «Kaiserstock», (Mosimusig 12-17 h, 18 h Älplergmüet)
Küsnacht a.R., «Ruodisegg», (Rogenmoser R. /Bucher/Zurfluh 13-16h) h)
Appenzell, «Rössli», (LT Enzian 13 h)
Adelboden, «Geilsbrüggli», (Urs Müller Akk., Stubeten, 14 h)

MO 13.09.
Altdorf, «Schützenhaus», (Stoller/Zumkehr)





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