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Thomas Meets Thelonius


In Langenthal feiert Thomas Aeschbacher am Donnerstag seinen 55sten Geburtstag. In Geris Ländlertipp erfüllt ihm Radio Tell seinen Musikwunsch.

55 ist eine Schnapszahl. Schnapszahl-Geburtstage werden oft wie runde gefeiert, der 55ste andern voran, weil die Menschen bereits viel hinter sich, für Neues aber noch genügend Zeit haben. Thomas Aeschbachers Geburtstag passt zu seiner musikalischen Laufbahn. Er spielte schon von früher Jugend an erfolgreich in Vaters Trio. Werner Aeschbacher hat ihm das Örgelispiel beigebracht. Musikalische Erfahrungen sammelte Thomas aber auch in einem Jazzquartett und in einer Steelband.

Der spätere Primarlehrer, Schul- und freischaffende Musiker ist seit 1993 Mitglied der Formation Pflanzplätz, die sich im letzten Jahrtausend noch mit dem Echo voran präsentierte. Aeschbacher spielt heute Langnauerli, Stöpselbass, Schwyzerörgeli, Gitarre, Cajón und Klavier. Er sang über zehn Jahre im Jodlerclub Hasle-Rüegsau mit. Thomas spielte zusammen mit unzähligen namhaften Musikern, war in grossartige Projekte involviert (z.B. im Film «Mein Name ist Eugen», «Bärner Jodlerpredig» mit Hannes Fuhrer, spielte mit dem Örgeli als Gastmusiker und Solist an Konzerten im Kammerorchester Neufeld oder Collegium Musicum Coellicense mit (mehr unter www.thomasaeschbacher.ch). Für «Stubete am See» komponierte Aeschbacher die Ländlersinfonie «Jahreszyte im Ämmitau», ein 45-minütiges Auftragswerk für ein 12-köpfiges Ländlerorchester. Das neuste Projekt: Ende Oktober wird im Stadtheater Langenthal das von Beat Hugi und ihm als Co-Autor geschriebene Buch «Langnauerli. Stöpselbass. Schwyzerörgeli. Das Spiel. Das Handwerk. Die Virtuosen» mit 30 Örgelerinnen und Örgelern vorgestellt.

Aeschbachers Tätigkeit im breiten Umfeld der Musik korrespondiert mit der 55: Skurill, kantig, offen für Neues. Aber auch verwurzelt und traditionell. Schon bevor sich vor rund 20 Jahren die Tendenz zu neuer Volksmusik zu entwickeln begann, präsentierte Thomas Aeschbacher Mitte der 90er mit Echo vom Pflanzplätz auf einer CD einen reinen Jazztitel. Unverändert. So, wie er komponiert wurde. Mit jenen Instrumenten gespielt, die auch für die übrigen Titel auf der CD zur Verfügung standen. Ohne das im Zusammenhang mit der aufkommenden Entwicklung neuer, innovativer Volksmusik anfänglich mitschwingende, rebellische Etikett, in Eigenkompositionen Musikstile mischen zu wollen. Der Jazzstandard «Blue Monk» des Bebop-Pianisten Thelonius Monk auf der Volksmusik-CD «(Un)Chruut» überraschte, gefiel oder gefiel nicht, und wurde kontrovers diskutiert. «Wow», dachte ich. Aeschbacher griff damals in die Klaviertasten. Monks Musik hat ihn während seiner ganzen Musikerlaufbahn begleitet und geprägt.

Dass sich das Geburtstagskind den Titel von damals wieder einmal zu Gemüte führen möchte, verwundert nicht. Hörerinnen und Hörer von Radio Tell haben am Mittwoch, zirka 19.30, DO um 13.30 und FR 10.30 Uhr ebenfalls Gelegenheit dazu. Die ruhige Melodie mit teilweise schrägen Tönen à la TH wie Thelonius oder Thomas könnte da oder dort durchaus gefallen.

Geri Kühne

Beitrag vom 18.08.2021


Livemusik (ohne Gewähr)

FR 20.08.
Allenwinden «Löwen» (LQ Tanzboden)

SO 22.08.
Siebnen «Gusöteli» (Ländlerbrunch/Stubete 10-18h, anmelden)
Gersau «Seebühne» (LK René Jakober 10.30 h)

MI 25.08.
Andermatt «Hotel Crown» (HD Fränggi Gehrig/Reto Grab 19 h)


Empfang via DAB+



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