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Martin ist "gsund und zwäg"

Bild: Martin Nauer, 2.v.r.

In Siebnen feierte gestern Martin Nauer seinen 69. Geburtstag. Mit Geris Ländlertipp erfüllt ihm Radio Tell einen Musikwunsch.

Im Zusammenhang mit seiner Pensionierung vor vier Jahren beendete Martin Nauer eine über 43 Jahre dauernde Ära. Der begnadete Akkordeonist in Carlo Brunners Ländlerkapelle hörte mit dem gemeinsamen öffentlichen Musizieren mit seinem Freund Carlo auf, und wurde von Urs Lötscher abgelöst. Es sei ihm je älter, desto schwerer gefallen, die teilweise anspruchsvollen Projekte Carlo Brunners noch mitzugehen, begründete Martin seinen damaligen Schritt, der die Szene überraschte, dem sie aber auch Verständnis entgegenbrachte. «Die andern in der Kapelle sind alle hervorragende Notenleser. Weil ich das nie gelernt habe, musste ich teilweise schwierige Musikliteratur jeweils auswendig lernen. Zusammen mit der «umechesslete» an die Engagements in der ganzen Schweiz wurde mir das alles zuviel. Ich wollte nach einer wunderbaren Zeit zusammen mit Carlo einfach etwas kürzer treten und weniger Verpflichtungen eingehen. Dafür mehr Zeit für anderes haben».

Hat Martin Nauer seine Vorsätze eingelöst? Er habe nie gesagt, dass er nicht mehr Akkordeon spiele. «Ich bin als Einzelmusikant an Privatanlässen, Geburtstagen, Jubiläen, kirchlichen Trauungen oder auch an Beerdigungen unterwegs. Diese Einsätze dauern nicht bis tief in die Nacht hinein, was mir ermöglicht, gemäss meinen Wünschen und Absichten andern Tätigkeiten nachzugehen. Mindestens einmal pro Woche marschiert Martin Nauer z.B. von Siebnen ins «Alpamare» nach Pfäffikon, um dort zu saunieren und zu schwimmen. Zwei Stunden benötigt der fite Senior für die 12 Kilometer, was beweist, was er selber spürt. «Ich bin tatsächlich 'gsund und zwäg'. Es könnte mir nicht besser gehen». In eine feste Formation einbinden lässt sich Martin nicht mehr, macht im Herbst aber eine Ausnahme, wenn er mit den «Huserbuebe» - wie kürzlich in Potzmusig - an einer Flussfahrt auf der Donau teilnimmt. Und einige wegen der Pandemie nicht planbare Städtereisen möchte ich nächstens realisieren: Barcelona, Berlin, Hamburg und weitere.

Beschäftigt ist Martin Nauer auch in seiner Werkstatt, die er einst von seinem Vater, dem «Örgelidoktor» von Schwyz, nach Siebnen zügelte und seither Handorgeln und Schwyzerörgeli repariert und stimmt. Schwyzerörgeli habe er nie gelernt, weil ihm der Vater einst eröffnete, dass die Möglichkeiten auf dem Akkordeon grösser wären, weil auf diesem alle Tonarten vorhanden seien.

Und weil er schon als Erstklässler die Steiner-Chilbi und andere Stücke aus dem Stegreif spielte, habe ihn niemand angehalten, doch auch noch Noten zu lernen. Das habe er später zwar bereut, aber in Pension sei er jetzt halt trotzdem gegangen.

Martin Nauers Musikwunsch ist die Widmung an eine frühere Beziehung. Er habe auch der heutigen Lebenspartnerin «Monikas Wunsch» erfüllt. «Auch andere haben ein Tänzchen erhalten», der Wunschtitel ist ein Souvenir. Zu hören am Mittwoch, zirka 19.30, am DO um 13.30 und am FR um 11.30 Uhr.

Geri Kühne

Beitrag vom 04.08.2021


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