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Er örgelet mit 97 noch immer

Bild: handorgelduo.ch

Thedy Christen feiert am Dienstag in Ennetbürgern seinen 59. Geburtstag. Obwohl kein Runder, Grund genug, ihm dazu in Radio Tell mit einem persönlichen Musikwunsch zu gratulieren.

In der schon einige Zeit dauernden Phase der wöchentlichen Telefongespräche in Geris Ländlertipp gibt es immer wieder Überraschungen. Im vorliegenden Telefonat mit Thedy Christen sind sie gleich mehrfach aufgetreten. Der Reihe nach: Etliche der Ländlermusikanten und -musikantinnen, denen Radio Tell zum Geburtstag einen Musikwunsch erfüllt, engagieren sich auch im Verband Schweizer Volksmusik (VSV). Das war und ist auch bei Thedy Christen so. Der zweifache Familienvater und Handorgelpartner seines Sohnes Dani, die als solches bei den Auftritten von Thedys Frau und Danis Mutter Monika am Klavier begleitet werden (Kontrabass Roli Zumstein), zeichnete zwischen den Volksmusikfesten in Stans (das 10. im 2007) und Chur (das 11. im 2011) darüber hinaus für den VSV auch als Zentralfähnrich verantwortlich. Was mir das Novum bescherte, erstmals einen Eidgenössischen Fähnrich am Draht zu haben. 

Eine weitere Geschichte berührt: Thedy ist in Altzellen im Kanton Nidwalden aufgewachsen. Ein kleiner Ort am Wellenberg im Engelbergertal, zur Gemeinde Wolfenschiessen gehörend und zwei Kilometer weg vom Bahnhof Grafenort. 12 Kinder waren sie. Als einziger hatte er das Glück, ein Instrument erlernen zu dürfen. In der Familie Christen war Ländlermusik Trumpf, der Vater spielte Schwyzerörgeli und Thedys Weg zum späteren Akkordeonisten somit geebnet. «Ich bin ihm sehr dankbar, dass er mir das ermöglichte. Wenn ich ihn heute im Altersheim besuche, spielen wir immer ein paar Stücke miteinander. Wenn Dani dabei ist, manchmal sogar als Dreigenerationenmusik. Der Vater ist jetzt 97».

Eine dritte Episode erheitert: Ganz in der Nähe, wo Thedy aufgewachsen ist, ging auch seine um vier Monate ältere Cousine Erika zur Schule. Sie hätte durchaus Thedys Schulschatz sein können, die verwandtschaftlichen Verbindungen liessen derartige Wünsche aber gar nicht erst aufkommen. Mit der Cousine gab es jedoch andere Verbindungen. Im Winter waren die beiden zusammen auf den Skipisten anzutreffen. Thedy reichte es in regionalen Rennen zu ansehnlichen Platzierungen, Erika Hess wurde später sechsfache Weltmeisterin im Riesenslalom, Slalom und in der Kombination. Ausser Verwandtschaft und Skifahren band die beiden auch die Musik aneinander. Gemeinsam besuchten sie den Unterricht, auch hier mehr oder weniger begabt. Die Talente führten bekanntermassen später zu völlig andern Resultaten.

Nach der Produktion einer ersten CD im Jahr 2002 sind mit «Voll parat» im 2007, «eifach uifgschtellt» im 2012 und «Fraidäsprung» drei weitere Tondokumente mit vielen Eigenkompositionen dazu gekommen. Auffällig dabei viele im Fox-Rhythmus. «Ich liebe ihn, es muss rassig sein und etwas laufen», erklärt Thedy Christen. In welche Richtung sein Musikwunsch geht, werden Radio-Tell-Hörer und -Hörerinnen am Mittwochabend um 19.30 Uhr, am Donnerstag um 13.30 und am Freitag um 10.30 Uhr feststellen.

Geri Kühne

Beitrag vom 28.07.2021




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