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Nicht verwandt mit Peter Reber

Bild: Bärner Ländlers www.baernerlaendlers.ch, Reto Reber, 2.v.r.

In Rütschelen im Oberaargau, Kanton Bern, feiert der Schwyzerörgeler Reto Reber seinen 33. Geburtstag. Radio Tell erfüllt ihm dazu einen Musikwunsch.

«Leider nicht», kommt die Antwort auf die Frage nach der Verwandtschaft mit dem Liedermacher Peter Reber wie aus dem Kanonenrohr geschossen. Er ist auch nicht mit andern Bernern desselben Familiennamens versippt, die als Arthur oder Werner in der Ländlerszene kreisen. Doch da gibt es ja auch den Reto Reber. Ebenfalls sehr musikalisch und talentiert. Apropos Familienname: Reber oder Räber, wie sagen die Berner? «Spielt keine Rolle, gerade wie es passt», meint Reto. 

Der heutige Gast in Geris Ländlertipp kann den musikalischen Gruss nicht am Geburtstag hören. Er musiziert am Sendedatum mit seinen «Bärner Ländlers» im bekannten Ländlerlokal «Säge» in Rinderbach. Das Gespräch wurde darum am Vortag aufgenommen. Doch Reto weiss: Die Ländlertipps können auf Radio Tell samt Musikwunschtitel immer nachgehört werden.

Die Feststellung, dass er gemäss Recherche auf seinem Schwyzerörgeli eine gründliche Ausbildung genossen habe, verneint Reto Reber nicht. Der Musikunterricht habe einerseits zu guten Freundschaften, andererseits in der Kapelle «Bergfründä Langnau» seines Vaters schon bald zu öffentlichen Auftritten geführt: «Eine Formation, die hier im Schwyzerörgeli-orientierten Berner Oberaargau im Bündnerstil aufgespielt hatte», weiss Reto. Heute sind es zwei Formationen, mit denen Reber unterwegs ist. Das «Schwyzerörgeliquartett Ländler-Chutze» und die in gleicher Besetzung und Zahl musizierenden «Berner Ländlers».

Obwohl Reto im Musikunterricht mit zirka 12 Jahren Beni Gerber kennen gelernt hat, spielen die beiden erst seit 2010 bei den «Berner Ländlers» fest zusammen. Ein anderes Projekt namens «laendlermix» hat die Beiden schon vorher besonders verbunden. «Radio Emme» habe damals die Ländlermusik aus dem Programm gekippt, was man nicht einfach so hinnehmen wollte. Nach einem Aufruf seien an Ostern 2008 viele Musikantinnen und Musikanten aus Nah und Fern zu einem «Ländler-Mix auf dem Blapbach» im Emmental zusammengekommen. Und seither werde das Ereignis Jahr für Jahr zu einem Treffpunkt für Jung und Alt, mit und ohne Instrumente sowie Teilnehmenden aus allen Landesgegenden. Die Mixer, wie sich die beiden Initianten und Organisatoren nennen, haben letztes Jahr mit dem jungen Mathias Gerber, Örgeler im «Quartett Rotheflue», Verstärkung erhalten. Eine beruhigende Ausgangslage für die Zukunft.

Für Reto Reber gibt es nicht nur die Mitorganisation des Anlasses auf Blapbach. Und nicht nur die Musik. Seit 2016 zeichnet der 88er auch für den Verband Schweizer Volksmusik der Sektion Bern als Präsident verantwortlich. Eine Aufgabe  in einem aktiven Vorstand, der bestens funktioniert. In einem Kanton mit vielen Mitgliedern und entsprechend unterschiedlichen Geschmäckern, wo sowohl der typische Berner Schwyzerörgeli-, der Bündner- und auch der Innerschweizer Ländlerstil mit Klavierbegleitung je nach Region verbreitet sind und gepflegt werden, gar nicht eine immer leichte Aufgabe. Reber: «Aber eine, die viel Spass macht, wenn man sich mit ihr auseinandersetzt».

Retos Musikwunsch überrascht im geschilderten Kontext nicht. Er entscheidet sich weder für das typisch Bernische noch einen Titel aus der Innerschweiz, sondern für einen Titel aus dem Bündnerland. Zu hören am Mittwochabend, zirka 19.30 Uhr, am DO um 13.30 und FR um 10.30 Uhr.

Geri Kühne

Beitrag vom 30.06.2021




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