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Bald in den Schatten gestellt


Der wöchentliche musikalische Gruss von Radio Tell in Geris Ländlertipp geht wie letzte Woche in die March. Ins Wägital, wo Roger Rusch seinen Geburtstag feiert.

«Im schönen Wägital», beantwortet Roger Rusch die Frage nach seinem Wohnort. Zusammen mit seiner Frau Doris, Tochter Lisa und den in den nächsten Tagen 20 werdenden Zwillingen Simon und Cyrill. 53 wird der Vater der «Rusch-Büeblä», die nicht nur Rogers Buben sind, sondern sich auch als Musikformation so nennen und mit ihrer frischen Musik beim Publikum ankommen und für Furore sorgen. Dazu trägt auch der Vater am Kontrabass seinen wichtigen Teil bei. Nicht erst in den letzten drei, vier Jahren, sondern bereits in der Phase, als die Buben noch Kinder waren.

Roger spielte Schwyzerörgeli, und war vor 20 Jahren Mitglied im Trio Rötstock. Dädis Üben haben Simon und Cyrill von klein auf mitbekommen. «Im Haus war es damals ringhörig, und auf die Uhr habe ich beim Örgelen sowieso nie geschaut», weiss Roger. Die Musik und das Schwyzerörgeli haben die Buben zweifelsohne inspiriert. Noch heute erinnern sie sich: «Den Tanz hast du damals doch auch gespielt», fällt es dem einen oder andern beim Aufspielen der «Rusch-Büeblä» ein. Nennt ihr euch eigentlich Rusch oder Ruesch, will ich wissen? Im Appenzellischen, wo ihre Wurzeln sind, sage man Ruesch, mit e, hier in der Region wie geschrieben.

Dass die Zwillinge Freude an der Musik hatten und sich schon damals blind verstanden, erwies sich früh. Sie hockten Rücken an Rücken inmitten ihrer Legosteine, spielten, jeder für sich, und summten zusammen Lieder und Melodien. Manchmal sogar zweistimmig. Nicht perfekt, aber doch überraschend für ihr Alter. Roger brachte beiden erste Griffe auf dem Schwyzerörgeli bei. «Nach meinem Empfinden stellten sie mich aber schon bald in den Schatten». Simon wechselte auf das Akkordeon und nahm auch ein paar Stunden bei Ernst Menzi.

Musizieren im Duo bedeutete Rogers Söhnen fortan alles, weshalb der Vater vom Schwyzerörgeli auf den Kontrabass wechselte. Für das Geburtstagskind eine wunderbare Konstellation, weil sie ihm heute ermöglicht, mit den Buben zusammen aufzutreten und zu musizieren. Ein Privileg, das Roger Rusch schätzt und für das er dankbar ist. Im Bewusstsein, dass sich irgendwann einmal Veränderungen einstellen. «Ist ja klar, ich werde älter. Und wahrscheinlich werden auch einmal Partnerinnen ins Leben der Jungen treten. Die Beiden werden meines Erachtens aber immer zusammenbleiben. Heute nehmen wir es so, wie es eben ist und ich verschwende keine Gedanken an eine veränderte Situation. Unser Motto ist übereinstimmend: Wir bereiten uns mit Musizieren selber Freude und wir möchten unseren Fans und unserem Publikum solange und so oft wie möglich Freude bereiten.

Zum Geburtstag erfüllt sich Roger Rusch nun aber selber einen Wunsch. «Ich denke, er ist besonders, weil er bei vielen Volksmusikfreunden Erinnerungen weckt. Diese werden insbesondere bei Simon aufkommen, unserem Handorgelspieler. Zum Geburtstag passt der Marsch darüber hinaus sowieso ausgezeichnt. Zu hören am Mittwochabend, zirka 19.30, am Donnerstag, 13.30 und am Freitag um 10.30 Uhr.

Geri Kühne

Beitrag vom 23.06.2021




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