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Di olai u ti du li du


Die Akkordeonistin Frieda Diethelm feiert morgen Donnerstag in Siebnen Geburtstag. Sie bekommt in Geris Ländlertipp von Radio Tell den nächsten Musikwunsch erfüllt.

Diethelm ist ein typischer Schweizer Familienname, im ganzen Land verbreitet und in den Gemeinden der schwyzerischen March häufig anzutreffen. Die ersten beiden Buchstaben ihres früheren Familiennamens nahm Frieda in die Ehe mit, der Rest ist auf den ersten Blick schwierig zu lesen und klingt vorerst fremd: Diolaiuti. Versuchen Sie, den Begriff mal zu singen! Wie im Titel mit den drei letzten Silben dazu. Tönt wie Jodel, oder nicht?

Diolaiuti? Auf Deutsch bedeute das Gott helf, erklärt Frieda. Gotthelf? Jeremias Diolaiuti für unseren Schweizer Schriftsteller, schlage ich vor, was Frieda Diethelm cool fände. Doch Diolaiuti ist italienisch pur. Wie Bigi. So hiess Frieda Diethelms Mutter. Und die war die Schwester von Zio Ugo. Bei dem hat der heutige Gast die Musik entdeckt. Hugo Bigi spielte immer, wenn die Familie fast Sonntag für Sonntag bei Nonna Bigi zusammen kam. Auch Frieda versuchte sich bald einmal auf einer Handorgel, die sie «vum Fäldmä Fridli» bekommen hatte. Zio Ugo zeigte ihr Griffe, gab ihr Tipps, zusammen gespielt mit seiner Nichte hatte Hugo Bigi aber nie. «Probiers sälber», habe der lediglich empfohlen.

Frieda probierte und übte. Das Zusammenspiel fand später statt. Im Duett mit dem Siebner Akkordeonisten Emil Hegner, in den Kapellen von Fredi Walder, Martin Beeler, René Gut, André Berlinger oder Ernst Rothenberger. Heute ist sie meist mit Walter Steiner als Handorgelduo unterwegs.

Zwei, drei Mal im Jahr trifft man sie an Stubeten, wo sich immer wieder Musikanten aus andern Regionen einfinden und so neue Formationen entstehen. Im heimischen «Gusöteli» ob Siebnen oder bei Ueli Lusti im Winzenberg im Toggenburg will sie nach Möglichkeit immer dabei sein, weil diese Stubeten gemütliche Anlässe seien. Allerdings gäbe es viel zu viele Stubeten, die sich damit gegenseitig konkurrieren. Gleichzeitig nehmen sie auch noch den Restaurants, die Formationen engagieren, Gäste weg. Stubeten sind gratis, und leider gibt es Menschen, die nicht bereit sind, für das, was sie an Musik konsumieren,  einen Eintritt zu bezahlen. «Zum Thema will ich nicht mehr sagen, du kannst es ja schreiben», schliesst Frieda Diethelm den Stubetenteil ab.

Dass sich das heutige Geburtstagskind beim Musikwunsch auf eine Komposition ihres Onkels Hugo Bigi festlegt, war zu erwarten. «Ein Föxli! Oder eine Schnellpolka! Genau. Da gibt es einen Titel für Tante Käthy (Bigis Frau), der in verschiedenen Versionen vorliegt. Fasziniert bin ich von der Interpretation der Willis Wyberkapelle. Falls vorhanden, freue ich mich sehr darauf». Zu hören am Mittwoch, zirka 19.30 Uhr. Wiederholung am Donnerstag, 13.30 Uhr und Freitag, 10.30 Uhr.

Geri Kühne

Beitrag vom 16.06.2021




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