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Musiker - und nichts Anderes


Der wöchentliche musikalische Geburtstagsgruss von Radio Tell in Geris Ländlertipp geht dieses Mal ins Toggenburg zu Michi Jud nach Mosnang. Zu hören am Mittwoch, zirka 19.30 Uhr oder am DO 13.30 oder FR um 10.30 Uhr.

Aufgewachsen in Ebnat Kappel, verheiratet, zwei Kinder. Seit ein paar Jahren wohnhaft in Moslig. Moslig? «So heisst Mosnang im Toggenburg», klärt Michi Jud auf. Dort, wo Maria Walliser aufgewachsen ist. «Es gibt den Spruch - in Moslig Skifahren lernen, dann kann man es auf der ganzen Welt». Als Walliser ihre erfolgreiche Karriere 1990 beendete, besuchte Michi Jud die fünfte Klasse. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt wusste er zielbewusst, wie der Start in seine Karriere aussehen sollte. «Ich sagte immer, ich wolle Autor und Musiker werden. Und fertig. Nichts Anderes. Und das wurde ich.

Im Toggenburg machte sich der talentierte Allrounder schnell einen Namen. Schon während des Musikstudiums in Winterthur erteilte er Unterricht und musizierte im Trio Möööh (Ländler), bei der AlpenGmbH (Oberkrainer, bayerisch), und komponierte in diesen Bereichen. Aber auch Jodel- und Blasmusikmelodien, total zirka 50. Die Vielseitigkeit des begabten Musikers sprach sich schnell herum. Er sang im Duett böhmische Melodien bei den Habsburg-Musikanten, begleitete Solojodlerinnen, Duette und Terzette, übernahm alsbald die Musikgesellschaft Mühlrüti, die er nach wie vor leitet, und dirigiert heute auch den Jodelklub Säge Herisau. Tagsüber unterrichtet Michi Jud privat und an verschiedenen Musikschulen, hauptsächlich Akkordeon und Schwyzerörgeli, aber auch Klarinette, und er weiss auch Bass- und Klaviertipps zu vermitteln. Im Tonstudio im eigenen Haus verkauft er Instrumente und im eigenen Musikverlag ediert Jud Musikliteratur. Ob er alle diese Begabungen in die Wiege mitgelegt bekommen hat?  «Das weiss ich gar nicht, ich habe einfach Freude an der Musik.»

Nebst all diesen Aufgaben erfolgte vor vier Jahren der Ruf in eine Musikformation, die ihn über das Toggenburg hinaus in der ganzen Schweiz bekannt machte. In Frowin Neffs «quartett waschächt» war nach dem Rücktritt von Remo Gwerder dessen Platz am Akkordeon neu zu besetzen. Eine Chance, die Michi Jud sehr gerne wahrnahm. Und gleichzeitig ein Schritt, den er bis heute kein bisschen bereut. Im Gegenteil: «Das Musizieren mit Frowin, Carlo Gwerder und neu Daniel Fässler an Stelle von Ueli Stump macht einfach nur riesigen Spass. Wie sich dieser äussert, dürften die Fans des «quartett waschächt» bald wieder zu hören bekommen. «Wir haben die angekündigten Lockerungen intensiv genutzt, um unsern neuen Pianisten einzuführen und unsere Musik zu verfeinern».

Akkordeonist Michi Jud hat Vorbilder aus der Jugendzeit, die er noch immer sehr verehrt. Walter Grob, Willi Valotti und Martin Nauer haben ihn schon in  jungen Jahren begeistert. Zusammen mit Claudio Gmür am Klavier und Ueli Mooser am Bass haben die drei genannten Akkordeonisten einst einige hochkarätige Titel zu einer CD beigetragen. Empfehlung: Wahltitel mithören und sich zusammen mit Michi Jud freuen.

Geri Kühne

Beitrag vom 26.05.2021




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