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Der Riesenfurz von Carlo Brunner

Bild: Heinz Städeli (SRF)

Der 67-jährige Klarinettist Heinz Städeli, aufgewachsen in Zürich und heute wohnhaft in Littau, bekommt in Geris Ländlertipp von Radio Tell den nächsten Musikwunsche zum Geburtstag erfüllt. Zu hören am Mittwochabend und als Wiederholung am Donnerstag und Freitag.

Obwohl pensioniert, ist er noch voll im Saft, der Heinz Städeli. Die Volksmusikszene kennt den unermüdlichen Schaffer als Moderator im Radio Eviva. Seit vielen Jahren präsentiert Städeli immer am Freitagnachmittag von 14 bis 16 Uhr «Volksmusik quer durchs Alpenland und Ländler-Oldies». Eben solche Ländler-Oldies im Sinne von «Weisch no» beschäftigen Heinz Städeli auch beruflich nach wie vor. In seinem eigenen Tonstudio in Emmenbrücke restauriert er uralte und alte Tondokumente. Solche, die auf  Schellackplatten, Langspielplatten, Tonbandcassetten etc. aufgenommen sind, inzwischen aber entweder kratzen, rauschen oder, mangels Wiedergabegerät, erst gar nicht mehr nach Musik klingen oder umgesetzt werden können. Der gelernte Toningenieur entstaubt die Trouvaillen und digitalisiert sie, auf dass sie für die Zukunft gerettet sind.

Warum Heinz Städeli einst auf die Idee gekommen ist, erzählt er im Telefongespräch. Er vergisst nicht zu erwähnen, dass von ihm nicht nur volkstümliche, sondern jede Art von Musik berücksichtigt wird. «Es sind musikalische und sprachliche Erinnerungen an frühere Zeiten oder auch an wichtige Ereignisse, die mit der Restauration wieder hörbar gemacht werden», erzählt Städeli. Der bis vor vier Jahren aktive Musikant, hauptsächlich in der Kapelle Städeli/Fankhauser hat selbstverständlich auch über diese Zeit zu berichten. Geradezu ins Schwärmen gerät er aber zu einem Projekt, das aufzeigt, womit sich der Tonmeister ein ganzes Leben lang befasst.

«Das isch en Riesefurz gsi vum Carlo Brunner», jubelt Städeli begeistert ins Telefon. Da sei doch der Carlo eines Tages mit der Idee an ihn herangetreten, dass er so gerne mal zusammen mit dem um Jahrzehnte älteren Kasi Geisser auf der selben CD musizieren möchte. Gesagt, getan. So einfach sei die Sache aber nicht gewesen. Sie hier im Geris Ländlertipp zu schildern, ebenfalls nicht. Man muss Heinz Städeli zuhören, wenn man das verstehen will. Jedenfalls liegt das Ergebnis auf der CD mit dem Titel «Weisch no» seit Jahren vor. Carlo Brunner, der die Instrumente alle selber spielte, tönt als Kapelle aus dieser Ecke, die einstige Kapelle von Kasi Geisser aus der andern. Ein historisches Tondokument.

Gut möglich, dass auf Heinz Städelis Musikwunsch zu seinem Geburtstag (eine Widmung an seine Frau Monika) auch ein Titel aus der besagten CD mit den Kapellen Carlo Brunner und Kasi Geisser folgt. Voraussetzung, auch ihn zu hören, ist die Zuschaltung zu Geris Ländlertipp auf Radio Tell heute Mittwochabend, zirka 19.30, DO 13.30 oder FR um 10.30 Uhr.

Geri Kühne

Beitrag vom 19.05.2021




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