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Im Chörli mit Ivan Rebroff

Bild: Akkordeon-Duo Henchoz-Müller

Ein weiterer Musikgruss von Radio Tell in Geris Ländlertipp geht an den Genfersee. In La Tour-de-Peilz feierte die Akkordeonistin Catherine Henchoz am Montag Geburtstag.

Die Distanz zwischen ihrem Wohnort im Welschland und den Ländlermusik-Regionen diesseits des Röstigrabens mag der Hauptgrund dafür sein, dass die physischen Verbindungen in den letzten Jahren rarer wurden. Um die Jahrtausendwende war Catherine Henchoz zusammen mit ihrem damaligen Partner Markus Müller im Akkordeonduo während Jahren häufiger unterwegs. Die beiden haben mit Oski Della Torre am Bass und Benno Zünd (später Urs Ehrenzeller) am Klavier auch drei CDs produziert. 

Obwohl sie neuen oder aufgefrischten Kontakten nicht abgeneigt ist, beschäftigt sich das in Château- d'OEx aufgewachsene «Buuremeitschi» nach wie vor mit Akkordeon und Volksmusik. Das Feuer, das damals im Umfeld grosser Vorbilder wie «Les Soeurettes, Toni Hehlen/Ueli Perreten und weiteren Musikern im Saanenland zu lodern begann, brennt nach wie vor lichterloh. Nicht häufig, aber regelmässig ist Catherine Henchoz heute mit einer Bläserkapelle unterwegs. Ebenso begleitet sie mitunter Solojodlerinnen und -jodler, aber auch Jodlerduette und -terzette in der Westschweiz.

Zur Volksmusik ist sie seinerzeit über Umwege gekommen. Eine innere Entwicklung, nennt die heutige Gesprächspartnerin den Prozess. «Mich interessierte Turnen und war als Kind von der mehrfachen Olympiasiegerin Nadia Comăneci aus Rumänien begeistert. Musik fand zuerst über das Singen statt. Im Chörli reichte es sogar zu einem gemeinsamen Auftritt mit Ivan Rebroff», erzählt Catherine. Sie spielte Gitarre. Als ihr auf einem Schulausflug ein Kontrabass auf den Kopf viel, entschied sie sich irgendwann vor allem gegen ein so voluminöses Instrument, zur Freude der Mutter später irgendwann aber spontan für das Akkordeon. Auch nach ihr passte die Handorgel am ehesten zum «Buuremeitschi». Was sie von jenem Zeitpunkt an erst recht nie mehr bereute, als sie anlässlich eines Anlasses in Château-d'OEx Musiker wie Walter Grob, Willi Valotti und die Alderbuebe musizieren sah und zu Gehör bekommen hatte.

Sie nahm Musikunterricht, spielte bald einmal im regionalen Akkordeonorchester mit, genoss zusätzliche Ausbildung mit wertvollen Tipps zu Ländlermusik bei Brigitte Thurian (Les Soeurettes), formierte sich alsbald mit Doriane zum ersten Duo, schloss sich später mit der Akkordeonistin Myrta von Mühlenen zu einem Quartett mit Bruno Muff am Klavier und Sepp Huber am Bass zusammen. Schliesslich startete sie eine über zehn Jahre dauernde Karriere im bereits erwähnten Akkordeonduo Henchoz/Müller.

Catherines Musikwunsch kommt ebenso bestimmt wie die Formation, die ihn interpretieren soll. Weil in dieser Version auch gesungen wird. Den swingenden Fox spielen auch andere Kapellen. Kann Radio Tell den Wunsch nicht erfüllen, ist Catherine Henchoz auch mit einer Alternative durchaus zufrieden. Zu hören am Mittwochabend, zirka 19.30 Uhr sowie als Wiederholung am DO um 13.30 und FR um 10.30 Uhr.

Geri Kühne

Beitrag vom 24.02.2021




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