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Nicht ab Blatt Noten lesen

Bild: Marion Suter

Der nächste Musikgruss von Radio Tell geht nach Rickenbach/Schwyz, wo die Pianistin Marion Suter am Dienstag Geburtstag feierte.

Man kann sich das brillante Akkordeonduo Martin Suter jun. und sen. ohne Tochter und Schwester Marion am Klavier nicht vorstellen. Seit ihr Vater und ihr Bruder einst eine Pianistin suchten, gehört sie zur Familienkapelle und bleibt sowohl bei dieser als auch in der Szene die Marion Suter. Obwohl sie inzwischen verheiratet ist und Bürgler heisst. «Da muss man kein Tamtam darum machen. Es ist ja nicht mal ein Künstlername, den ich mir quasi zugelegt hätte», erklärt Marion. Namentlich im Bereich Musik kenne man sie eben als Marion Suter. Und so soll es bleiben. 

Die Musikalität erbte sie von Grossvater und Vater Suter, mütterlicherseits aber auch von Doris, geborene Reichmuth. Grossvater Meiri und Onkel Sebi spielten während Jahrzehnten Sonntag für Sonntag in Sebis Restaurant «Biberegg», wo Marion von klein auf Musik aufsog. Schon mit drei Jahren soll das kleine Mädchen auf einer Plastik-Klavierhandorgel im Familienkreis Sonntagskonzerte gegeben haben.

Das grosse Talent erhielt in Rothenthurm klassischen Klavierunterricht und wurde während Jahren auch von ihrem Vorbild Claudio Gmür gefördert. Nach der obligatorischen Schulzeit besuchte sie das Gymnasium an der Kantonsschule Kollegium Schwyz und schloss die Matura mit dem Schwerpunkt Musik ab. Es folgte das Studium an der Hochschule in Luzern, wo sie im Profil Klassik mit dem Schwerpunkt Volksmusik nach drei Jahren den Bachelor of Arts in Music erwarb. Weitere zwei Jahre durchlief sie dort ein Masterstudium (Klavier, Musikpädagogik) und beendete auch dieses mit Bravour.Als Klaviersolistin spielt sie heute auch anspruchsvolle Ländlermelodien in hoher Musikalität und Perfektion, welche Zuhörer verblüfft, wenn sie von Marion Suters Handicap erfahren, mit dem sie sich über alle diese Jahre hinweg auseinander zu setzen hatte. Sie ist von Geburt an sehbehindert. Obwohl sie Noten wohl ab Blatt, also a prima vista, lesen könnte, geht das nicht, weil sie «normale» Noten eben gar nicht sieht. Noten und Notenblätter mussten stets massiv vergrössert werden, damit sie die Melodien einüben und dann auswendig spielen konnte.

Die Erschwernis hinderte die talentierte Pianistin nie daran, sich sowohl als Mitmusikerin in anspruchsvollen Ensembles wie «Alpini Vernähmlassig», Hochschulorchester, oder InterFolk (Bachelorprojekt mit Andrea Ulrich und Maria Gehrig) einzubringen oder sich auch als Solistin zu präsentieren. Vor ein paar Jahren durfte sie ihre erste, im Tonstudio ihres Bruders Martin in Rothenthurm produzierte, Solo-CD mit etlichen Eigenkompositionen vorstellen. Heute beglückt sie ihre Fangemeinde in der Formation mit ihrem Vater  und ihrem Bruder mitunter mit einer Kostprobe aus dieser CD oder sie spielt im Trio InterFolk ebenso brillante Musik, die durchaus auch Traditionelles mit Neuem verbinden kann.

Marions Musikwunsch zum Geburtstag ist gleichzeitig ein Gruss aus Rothenthurm nach überall hin. Er ist zu hören am Mittwoch, 10. Februar oder als Wiederholung am DO 11.Februar 13.30 oder FR 12. Februar um 10.30 Uhr. 

Geri Kühne

Beitrag vom 10.02.2021




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