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Alls was bruuchsch isch Liebi

Bild: Beatrice und Ernst Jakober

Er feiert am Donnerstag in Benken seinen 68sten Geburtstag, der gebürtige Glarner Ernst Jakober. In Geris Ländlertipp erfüllt ihm Radio Tell dazu einen Musikwunsch.

Das Haus, in dem Ernst Jakober mit seiner Frau Beatrice (Bea) wohnt, hat er vor über 40 Jahren grösstenteils auch mit ihr zusammen gebaut. Weil sich in seinem Leben bis zum Einzug in die Baute im Chalet-Stil fast alles ums Örgeli drehte und er die Absicht hatte, sich auch künftig mit Örgeli zu befassen und Örgeli zu spielen, nannte das Paar ihr neues Daheim «Örgelihuus». Jakobers Leben spielt sich bis zum heutigen Tag denn auch weiterhin in und rund um das inzwischen legendäre «Örgelihuus» auf dem Benkner Büchel ab. Legendär ist der Begriff darum, weil Jakober mit dem Schottisch «Im Örgelihuus» einen Hit komponierte, an dem kein Örgelischüler vorbeikommt und der von Volksmusikformationen landauf und landab gespielt wird. Ein Gassenhauer, der nach einem Arrangement von Christoph Walter auch Einzug im Repertoire vieler Blasmusikvereine gehalten hat. 

Der Klassiker war in der Hitparade der Volksmusik. Nach Jost Ribarys Steiner Chilbi auf dem zweiten Platz. Der Schottisch rangiert nach wie vor auf den Spitzenplätzen und hat mit dem Lied «Alls was bruuchsch uf dä Wält, das isch Liebi» aus Jakobers Feder sogar ein Geschwisterchen erhalten, das den Sprung in die Hitparade ebenfalls schaffte und einst im selben Jahr wie «Örgelihuus» auf Platz fünf rangierte. «Heute wäre es vielleicht umgekehrt, respektive «Alls was bruchsch» weiter vorn, sinniert Ernst Jakober.

Die Abwägung ist müssig. Komponisten jeder Couleur träumen davon, einen Musik-Hit zu kreieren. Im Bereich der Volksmusik schaffen das wenige. Gleich zwei Melodien in die Spitzenpositionen zu hieven, ist jedoch bereits aussergewöhnlich. Jakober interveniert vehement. Er habe nicht Hits komponiert, sondern mit ganz einfachen, eingängigen Melodien und Texten, die vom Volk verstanden werden, neben seinen bisherigen lediglich zwei weitere Tänze erfunden. Der Erfolg sei natürlich schön, aber davon leben könne er nicht.

Ernst Jakober ist ein Mensch, der sich Ziele setzt und diese dann auch erreichen will. Das war mit einer erfolgreichen Karriere mit «de urchige Glarner» so, mit der Besteigung des Kilimandscharo in Tansania, auf den auch ein Örgeli mitdurfte, oder mit dem «Örgelistudio», in dem viele musikalische Ideen entstanden und Tonträger produziert wurden. «Oft in kurzer Zeit», erzählt Jakober. «Wenn ich mir etwas vornehme, ziehe ich die Sache ohne grosse Umwege durch». Das war auch beim Tonträger «Kollege-Stubete» so, der Kollegen des Tennisklubs und Chef-Örgeler anderer Formationen zusammenführte.

Obwohl gerade in der Zeit dieser Pandemie sein Lied «Als was bruuchsch, das isch Liebi» passender und tröstender nicht sein könnte, legt er sich bei der Frage nach seinem Musikwunsch weder auf diesen noch auf «Örgelihuus» fest. «Die sind so oft in den elektronischen Medien zu hören, dass ich mit meinem gewünschten Musikstück jetzt eher eben den genannten Kollegen, allen Hörerinnen und Hörern und natürlich mir selber eine Freude zum Geburtstag machen möchte». Der Titel sei hier nicht verraten. Er ist zu hören am Mittwochabend, zirka 19.30 und als Wiederholung in Geris Ländlertipp auf Radio Tell am DO um 13.30 Uhr oder am FR um 10.30 Uhr.

Geri Kühne

Beitrag vom 20.01.2021




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