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Zwei Mal Vater und Sohn

Bild: Musikgruppe mit Carlo Brunner und seinem Vater Ernst oben, rechts Sohn und Vater Gambirasio und mit dabei Martin Nauer und Käthi (Nauer), so hiess sie vor der Heirat mit Mario Gambirasio.

Der Musikwunsch im heutigen Ländlertipp auf Radio Tell wird Mario Gambirasio in Lachen erfüllt. Dort feiert er am Donnerstag seinen 69sten Geburtstag.

Mario Gambirasio hat seit bald sieben Jahrzehnten immer am Tag nach dem Alten Silvester in gewissen Appenzell-Ausserrhoder-Gemeinden Geburtstag. Obwohl er das Brauchtum des dortigen «Chlausens» kennt, hat er den Anlass bis dahin noch nie besucht. «Das könnte zum runden Wiegenfest im nächsten Jahr aber durchaus der Fall sein, weil mir traditionelle Rituale sehr gefallen und ich die «Schöne», die «Schö-Wüeschte» und die «Wüeschte» in Urnäsch und Umgebung endlich einmal live erleben möchte», schwärmt Gambirasio. Das Schwärmen erfährt dann eine Steigerung, wenn der passionierte Akkordeonist über Schweizer Volksmusik spricht: «Ja, die habe ich im Blut. Obwohl mein Urgrossvater einst aus Bergamo über den Gotthard in die Innerschweiz einwanderte, sich in Schwyz niederliess und heiratete, wurden damals wohl noch etliche weitere Gastarbeiter aus dem Bel Paese allmählich von der Ländlermusik infiziert, wie die Namen bekannter Nachkommen in der Szene belegen: Sepp Boschi, Hugo Bigi, Lorenz Giovanelli, Jost Ribary, Carlo Rapetti, Ueli Martinelli, Hans und Oski Della Torre, Carlo Rusconi oder Willi Valotti. «Bei meinem Vater ist es sicher so, obwohl beim Grossvater als einem der 18 Kinder aus der damaligen Familie in Schwyz auch mütterliche Innerschwyzer-Ländlermusikgene mitgespielt haben dürften», sagt Mario lachend. 

Auch Marios Vater Ernst Gambirasio spielte Akkordeon. Manchmal zusammen mit seinem Namensvetter Ernst Brunner, dem Vater von Carlo Brunner. Die Söhne kannten sich schon sehr früh und pflegen bis heute eine tolle Freundschaft, die sogar zu einer CD-Produktion unter dem Namen «2x Vater und Sohn» führte. Mit auf der Scheibe mit lüpfigen Titeln des legendären Bläsers Heiri Meier spielt auch der Akkordeonist Martin Nauer,  sowie Meiers Tochter Käthy am Klavier. Sie ist neben dem Generationenprojekt mit ein Grund für die Produktion des Tonträgers, auf der ausschliesslich Heiri-Meier-Kompositionen und somit wunderbare Tänze zu hören sind. Eine Hommage der Tochter an ihren Vater, aber auch des Schwiegersohns Mario an seinen Schwiegervater Heiri. Mario Gambirasio ist seit 35 Jahren mit Käthy verheiratet.

Das Geburtstagskind war musikalisch zuerst mit seinem Jugendfreund Hanspeter Schmutz unterwegs, anschliessend während über 30 Jahren im Akkordeonduo mit Heinz Kälin. Nach dessen Tod vor drei Jahren schloss sich der Kreis. Mario Gambirasio und Hanspeter Schmutz spielen wieder öffentlich zusammen auf und unterhalten ihr Publikum im Duo, im Trio oder insbesondere für Ländlermusik im Quartett. «Wir spielen oft in Altersheimen und stellen fest, dass die Menschen dort Ländler und schöne Musik aus ihrer Jugendzeit mögen».

Dass Gambirasios Musikwunsch eine Symbiose aus Wiegenfest und Heiri-Meier-Musik ist, verwundert nicht. Lassen Sie sich am Mittwoch um zirka 19.30, am Do um 13.30 oder Fr um 10.30 Uhr auf Radio Tell überraschen.

Geri Kühne

Beitrag vom 13.01.2021




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