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Schöff ist wehmütig

Bild: www.carlobrunner.ch, Schöff Röösli, 1.v.r.

Der wöchentliche Musikgruss von Radio Tell in Geris Ländlertipp geht heute nach Trachslau SZ. Dort feierte der Pianist Schöff Röösli am Montag seinen 41. Geburtstag.

Auch wenn das Fest bereits stattgefunden hat, nimmt Pianist Schöff Röösli die musikalischen Grüsse gerne auch im Nachhinein entgegen. Im Telephongespräch unterhalten wir uns auch über einen Anlass, der in den nächsten Tagen ebenfalls fast zu Ende wäre, hätte er stattgefunden: Der «Lachner Wiehnachtszauber». «Du», sagt Schöff, «wie vieles andere fällt auch der aus, und ich gebe zu, dass mich schon etwas Wehmut befällt. Die intensive Proberei im Vorfeld, die Auftritte über fast zwei Monate hinweg, jeden Abend andere Gäste, die tägliche Vorfreude, die Spannung bei der Fahrt vom Wohnort nach Lachen und das Zusammensein mit so hervorragenden Musikern, sind schon Empfindungen und Glücksgefühle, die ich sehr vermisse».

Schöff Röösli sitzt beim Wiehnachtszauber seit 2008 im Ensemble von Carlos Superländlerkapelle am Klavier. Bevor die Show jeweils startet, unterhält er während des Abendessens das Publikum. Erroll Garner, Fats Waller, Art Tatum und andere Jazzpianisten sind dem Jungmusikanten schon früh aufgefallen und haben exzellente Spuren hinterlassen. Täglich zelebriert er seit 13 Jahren die hohe Kunst von Honeysuckle Rose und Co.  zu Schweinscarrébraten mit Härdöpfelgratin. Schöff allerdings ist kein Künstlername. So werden im Entlebuch, wo er aufgewachsen ist, die Josefs genannt. Wie anderswo die Sebis oder Seppen. Begleiten lernte er in drei Etappen: Zuerst nach Gehör, dann bei einem Kirchenorganisten, der ihm durch den ganzen Quintenzirkel hinweg alle Tonarten beibrachte. Schliesslich entdeckte Schöff den Heirassa-Pianisten Alois Schilliger. Schon mit 12 Jahren begleitete das Talent seinen Vater im Handorgelduo Röösli/Renggli. Der Jodler Ruedi Renggli ist Schöffs Cousin. Die Laufbahn führte den begehrten Musiker weiter über die Jungformation Handorgelduo Häller/Lötscher zur Entlebucher Kapelle der Gebrüder Schmid und zur Kapelle Bühler/Fischer, dann zum HD Meier/Gwerder und schliesslich zu Carlo Brunner, der ihn drei Jahre nach der Superländlerkapelle auch fest für die Ländlerkapelle verpflichtete. «Bei diesem grandiosen Musiker mitspielen zu dürfen, erfüllt mich schon mit Stolz», stellt ein offensichtlich dankbarer Schöff Röösli fest.

«Carlo wusste auch von meiner Leidenschaft als Solopianist und hatte damals die Idee mit der Unterhaltung beim Nachtessen des weihnächtlichen Zaubers. Carlo weiss noch anderes von mir. Dass ich sehr gerne Ski fahre zum Beispiel. Dazu hatte ich jetzt dank des gefallenen Schnees und ohne Wiehnachtszauber vermehrt Gelegenheit». Soviel sei zu eben diesem Skifahren verraten: Der von Vico Torriani gesungene Titel «Alles fahrt Schi» hat nichts mit Schöffs Wunschtitel, zu tun! Dieser ist am Mittwoch um 19.30 Uhr, Do 13.30 und FR 10.30 Uhr auf Radio Tell zu hören.

Geri Kühne

Beitrag vom 16.12.2020




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