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Geburts- und Hochzeitstag

Bild: Quartett Laseyer, Dani Bösch (rechts)

Heute geht der musikalische Geburtstagsgruss im Radio Tell mit Geris Ländlertipp an Dani Bösch nach Appenzell. Dort feiert der Akkordeonist am nächsten Samstag nicht nur seinen Geburts-, sondern auch den Hochzeitstag.

Was Dani Bösch über seinen Zugang zur Ländlermusik erzählt, ist für mich wie ein Déjà-vu-Erlebnis. Auch ich habe mich als Bub in der Beiz meiner Eltern je später der Abend desto unauffälliger hinter einem Vorhang versteckt, um aufspielenden Musikkapellen noch länger zuhören zu können. Damals in Herisau im Restaurant «Kibitz» seiner Eltern spielten unter anderen Heirassa, Carlo Brunner, Fritz Dünner oder die Streichmusik Alder auf. 

Dani durfte schon in der Unterstufe in die Handorgelstunde. Auch später im Toggenburg, wohin die Familie dislozierte. Der neue Musiklehrer hiess Valotti. Auch ein gewisser Daniel Büchel war Valotti-Schüler, was zum Handorgelduett Bösch/Büchel führte. Die Alderbuebe mit Willi Valotti waren später mit ein Grund, dass Dani Bösch mit Albert Graf (Hackbrett) und Josef Rempfler (Geige) das bekannte Quartett Laseyer aus Appenzell gründete, zu dem noch die Bassistin Annemarie Knechtle stiess. Josef Rempfler und sein Bruder Beni, heute beide im Appenzeller Echo unterwegs, wurden  später Danis Schwäger.

Nach 24 Jahren Erfolgsgeschichte und sieben Tonträgern lösten die letzen Laseyer (die beiden Gründer Bösch und Graf, Johannes Schmid-Kunz (Geige) und Barbara Giger-Hauser (Bass) im April 2018 die Formation auf. Die Laseyer mit ihrem konzertanten Appenzeller-Stil galten stets als innovative Formation. Sie hatten unzählige Auftritte, auch im Ausland. Bösch war auch in einzigartige Projekte involviert. Als Primarlehrer in Appenzell war er einer der Köpfe des Projektes «Schuelegoofe vo Appezöll», einem Kinderchor mit 100 Schülerinnen und Schülern. Erste auf Tonträger aufgenommene Lieder waren dem Innerrhoder Liedgut gewidmet. Heute umfasst ein neues «Appenzeller Liederbuch» 95 Lieder aus den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden. Die illustrierte Liedersammlung enthält sowohl bewährte als auch neue Lieder. Sie gehört zum Lehrplan beider Appenzell.

Ein weiteres Projekt war vor zwei Jahren eine Hommage an den Toggenburger Akkordeonisten Ernst Müller, bekannt aus der früher erfolgreichen Formation Echo vom Hemberg. Daniel Bösch notierte teilweise ab alten Aufnahmen Tänze des Land- und Gastwirtes im Restaurant «Frohwies» im Bächli-Hemberg, dem kleinen Grenzdörfchen zwischen dem Toggenburg und Appenzell. Müller gelang mit seiner Musik und mit seiner klaren und ganz persönlichen Note ein Brückenschlag zwischen den beiden Regionen.

Dass Daniel Bösch nicht mehr mit einer Formation öffentlich auftritt, vermisst er nicht. Gegenwärtig ist er mit dem Jodel-Musical «uf immer und ewig» unterwegs. Laut Programm auch am nächsten Samstag, an seinem Geburtstag. Sofern die Aufführung wegen Corona stattfindet. Die Feier des gleichzeitigen Hochzeitstages müsste Dani Bösch mit Frau Cornelia dann wohl vor- oder nachholen. 

Am Mittwochabend um zirka 19.30 auf Radio Tell vorweg mal mit einem dazugehörenden Musikwunsch, der auch am Donnerstag um 13.30 oder Freitag, 10.30 Uhr nachgehört werden kann.

Geri Kühne

Beitrag vom 07.10.2020


FR 09.10.
Uznach «Frohe Aussicht» (Grab/Kessler/Kamer/Huber: Wildbuffet)

SA 10.10.
Schwyz «Mythenforum» (Andrea Ulrich/Gaby Näf: Metzgete 18 h)
Rothenthurm «Biberegg» (Betschart/Müller)

SO 11.10.
Brunnen «Waldstätterhof» (quartett waschächt: Brunch 9.30 h)
Schwyz «Mythenforum» (uufwind: Metzgete ab 11 h)
Rickenbach LU «Zum Löwen» (Seebärggruess: Chilbi ab 16 h)

MO 12.10.
Altdorf «Schützenhaus» (Obwaldner Ländlertrio, Edelweiss)


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