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In den Job hineingestrickt

Bild: Engel Chörli Appenzell

Der nächste Musikwunsch im Radio Tell geht am Mittwoch um 19.30 Uhr nach Nidfurn im Glarnerland. Dort feiert Silvia Bürgi Geburtstag.

In ihren heutigen Job hat sich die ehemalige Wirtin sozusagen hineingestrickt. Schneiderin lernte sie nicht als Beruf, eignete sich dessen Grundlagen aber an. Zurzeit ist sie mit der Herstellung von Schutzmasken beschäftigt: Ihrer volkstümlichen Herkunft verpflichtet, zeigt sich das Design im Look der blauen Edelweiss-Hemden. 
 

Gelernt hat Silvia Bürgi hingegen das Handorgelspiel, was sie neben Jodeln nach wie vor gerne, aber selten pflegt. Vor Jahren stellte sich ein weiteres Hobby ein. Bürgi schreibt Texte für Jodellieder und hat bereits einige Melodien komponiert. Begonnen hat diese Leidenschaft im Vorfeld ihres 40. Geburtstages. Sie hatte «en liebä Gedanke», schrieb dazu einen Text und fragte Emil Koller, den Dirigenten des berühmten Engelchörlis an, ob er dazu eine Melodie liefern würde. Das Gesamtergebnis hätte sie dann gerne an ihrem Geburtstag gehört, dargeboten vom Engelchörli, das neben der Kapelle Carlo Brunner zum Ereignis eingeladen war. «Das chasch du au», sei der Emil ausgewichen. Silvia wagte es, schrieb Noten und Timo Allemann nahm sich des Chorsatzes an. 


Der kam allerdings trotz entsprechender Interventionen bis zwei Wochen vor dem Fest nicht, was verständlicherweise für die Einübung eines neuen Liedes nicht mehr reichte. Um der damals Gefeierten doch eine Freude zu bereiten, versuchte das Engelchörli im Schänner Schwert-Säli die inzwischen vorliegenden Noten doch noch einigermassen umzusetzen. Silvia übernahm den Jodelpart und die Engel sollten «grad hebä». «Hebsch» sei das gewesen, schlimm, schildert Silvia heute ihren damaligen Schock. Sie war völlig perplex, ein derart missratenes Lied komponiert zu haben. Plan gestrichen also.

Im Verlaufe des Anlasses folgte die Überraschung, hinter der Silvias Schwester Elisabeth Scherrer-Häfliger gestanden hatte. Hinterrücks und bewusst so eingefädelt, hatte die heutige Dirigentin des Jodelklubs Gommiswald die längst geschriebene Partitur zu den Engeln nach Appenzell geschickt. Die übten das Lied natürlich trotz misslichen Tönen an der Pseudoprobe perfekt ein und überraschten die von Emotionen total übermannte Silvia. Das Erlebnis hat dazu geführt, dass das Engelchörli inzwischen noch weitere Bürgi-Lieder im Repertoire führt. 

Der Musikwunsch, den Radio Tell zum Geburtstag erfüllt, geht allerdings nicht in die Richtung der amüsanten Episode. Weder das Engel-, noch das Jägerchörli Amt Entlebuch, beide wie das Frauenterzett «Chrimafrä» im Februar Gastformationen an einem von der Jägerin Silvia Bürgi organisierten und von der Gemeinde Schänis unterstützten Jodelkonzert, werden die Frau Waidmann nicht beglücken. 

Ihr Musikwunsch ist ein Wiederhören mit einem Musiker aus ihrer Jugendzeit, mit dem sie einst einen Titel im Handorgelduett auf einen Tonträger aufnehmen durfte. Auch am DO um 13.30 und FR um 10.30 Uhr zu hören.

Geri Kühne

Beitrag vom 30.09.2020


Livemusik ohne Gewähr:

DO 01.10.
Ibach-Schwyz «Rose» (Karin Nussbaumer/Sebi Betschart 14 h)
Röthenbach i.E. «Moos-Pintli» (Bärner-Ländlers)
Schwyz «Wysses Rössli» (Jost Ribary/René Wicky)

FR 02.10.
Hemberg «Löwen» (Schmid-Buebe, Tanzboden)
Meggen «Badhof» (waschächt)

SA 03.10.
Gstaad «Victoria/Rössli/Olden» (Herbstfest der Volksmusik)
Jonen «La Rotonda» (Müller/Buholzer)
Rothenthurm «Biberegg» (Schuler/Imfeld)


Empfang via DAB+



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