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Freinächte während Schulzeit


«Gruss an Frutigen», nannte der legendäre Kasi Geisser (1899-1943) eine seiner über 2000 Kompositionen. Dieser Gruss könnte an Lorenz Giovanelli (1915-1976), eine andere Legende der Szene, gerichtet gewesen sein. Jedenfalls sicher nicht dem heutigen Gemeindeschreiber Peter Grossen in Frutigen, obwohl der seinen Job auf der Gemeindeverwaltung ausübt, «fascht sit denns Strasselampe git» sagt er. Am Montag feierte Peter Grossen (31. August 61) seinen 59. Geburtstag. Und am Mittwochabend um zirka 19.30 Uhr erfüllt ihm Radio Tell in Geris Ländlertipp zum Wiegenfest einen Musikwunsch.

Seine Musikerkarriere mit öffentlichen Auftritten startete Peter Grossen mit der Familienkapelle Grimer aus Kandergrund, bestehend aus seinem Vater, seinen beiden Brüdern und einem Kollegen. Schon bald folgten die ersten von zahlreichen Freinächten, die sogar den Schulpräsidenten dazu bewogen, beim Vater nachzufragen, ob da nicht etwas übertrieben werde.

Grossen hat die Ländlermusik also von klein auf intus. Obwohl ihm der Beruf täglich noch immer sehr viel Freude bereitet, bedeutet ihm die Volksmusik einen wunderbaren Ausgleich. Peter Grossen war während Jahren Mitglied des bekannten Schwyzerörgeliquartetts Ländlerbuebe Biel, spielt aktuell bei den höchst erfolgreichen Swiss Ländler Gamblers und immer wieder in der Formation Berner Örgeliplausch. 

Nach der Zeit mit der Familienkapelle eroberten die Ländlerbuebe Biel von1976 bis 1996 die Herzen ihrer Fans. «Das waren noch Zeiten, als die Leute in Scharen an unsere Anlässe strömten und wir sogar mit einer Schwyzerörgeliformation ganze Festzelte füllten. Wir spielten schon mal über den Hag hinaus, setzten den E-Bass ein, spielten auch Schlagermelodien und versuchten, gute Stimmung zu verbreiten, was gelang und gut ankam», erzählt Peter Grossen. Und verheimlicht nicht, dass sich die damaligen Ländlerbuebe noch heute drei, viermal pro Jahr treffen und miteinander musizieren. 

Die Swiss Ländler Gamblers, mit denen Grossen seit 1998 unterwegs ist, haben aufgrund der Erfolge des Ensembles ebenfalls den Geschmack eines breiten Publikums getroffen. Eine Formation, die Volksmusik mit Elementen aus andern Musikrichtungen mischt, insbesondere mit Dixieland-Jazz. Im 2007 wählte sie das TV-Publikum zum «Ländlerstar».

Mit dem Berner Örgeliplausch pflegen und fördern die Musiker ganz bewusst den Berner Örgelistil, spielen darüber hinaus aber sehr gerne auch Schwyzerörgelimelodien anderer Komponisten. «Jede meiner Gruppen hat einen eigenen Stil, und so kommen auch immer wieder andere Fans und Zuhörende an unsere Auftritte. Für mich eine tolle Erfahrung».

Es wird interessant sein zu erfahren, ob Peter Grossens Musikwunsch in die Richtung einer der erwähnten Formationen geht oder ob er gar eine seiner rund 200 Eigenkompositionen wählt. In der Zeit als Moderator bei Radio BEO habe er erfahren, dass unzählige wunderbare Melodien die Herzen der Volksmusikliebhaber erfreuen, sodass er nicht was eigenes hören wolle. Aber selbstverständlich Musik aus «seinem» Frutigtal. Lorenz Giovanelli, Thuri Brügger oder was? «Los -Radio - Tell» am Mittwochabend 19.30, Do 13.30 und FR um 11.30 Uhr.

Geri Kühne

Beitrag vom 02.09.2020


Live-Musik ohne Gewähr: 

FR 04.09.
Beckenried «MZA» (quartett waschächt)
Rothenthurm «Biberegg» (Echo v. Gätterli-CD Vorstellung)

SA 05.09.
Rothenthurm «Biberegg» (Bühler/Fischer)
Lauenen «Wildhorn» (Wachter/Ruth, Scherrer/Matter).
Hemberg-Bächli «Frohwies» (Brand/Steiner)

SO 06.09.
Galgenen «Galegria» (Gebrüder Steinauer 14 h)
Ernetschwil «Ochsen» (Edgar Cozzio 11.30 h)
Schwyz «Haggenegg» (Bürgler/Herger) 12 h)

MO 07.09.
Ebnat-Kappel «Schützengarten» (Simon Lüthi 14 h)




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