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Eh nichts von Tschaikowsky

Bild: Willi Valotti (www.valotti.ch)

Den wöchentlichen Musikwunsch in Geris Ländlertipp erfüllt Radio Tell zum Geburtstag Willi Valotti (07.07.49). Am Mittwochabend, zirka 19.30 mit Wiederholung am Do um 13.30 und Fr um 10.30 Uhr.

«Hoi du», pflegt Willi Valotti am Telefon zu sagen, sobald der Kontakt hergestellt ist. Auch seine Mails beginnen mit «Hoi du». Das aktuelle Telefongespräch mit dem vielseitigen Toggenburger Musiker, Akkordeonisten und Komponisten beginnt aber zuerst mal typisch. So, wie es wahrscheinlich dem einen oder andern Anrufer, die Willi persönlich kennen, auch passiert. Wie, möchten Sie wissen? Genau wie zur Auflösung, was sich Willi Valotti als Musiktitel wünscht, empfehle ich Leserinnen und Lesern, sich das Gespräch anzuhören. 

Valotti näher vorzustellen, muss nicht sein. Nicht nur die Volksmusikszene kennt den grossartigen Musiker und Komponisten aussergewöhnlicher instrumentaler und gesanglicher Werke. Müsste er jedoch hier doch vorgestellt werden, würde der Rahmen gesprengt. 

Geburtstagskinder sollen sich während des Dialogs so nebenbei auch noch überlegen, was sie jetzt spontan gerne hören möchten. Bei der musikalischen Bandbreite eines Willi Valotti ist gerade dies der Punkt, der interessiert. Spannend, wie man heute gerne sagt. Wenn Willi Valotti richtig feststellt, dass es ja wohl nichts von Tschaikowsky sein dürfe, katapultiert er Hörerinnen und Hörer gleich in Sphären verschiedener Musikstile, in denen er sich sehr wohlfühlt und die sein musikalisches Spektrum aufzeigen. 

Am wohlsten aber fühlt sich Valotti wie eh und je bei der einheimischen Volksmusik. Hier, mit Ländler und Jodel, ist er zu Hause. Bei aller Offenheit für fremde Musik, für Weltmusik, für Klassik, Jazz, Rock, Pop und auch Techno, spielt er auf seinem Akkordeon und in seinen Formationen am liebsten jene Musik, die auch unsereins in Wohlfühl-Oasen führt und immer wieder beglückt. 

Gerade diesem begnadeten Talent einen Musikwunsch aus wohl Hunderten von Lieblingsmelodien zu entlocken, macht also den Reiz der Frage nach der gesuchten Melodie aus. Und die Zeit bis zum Entscheid spannend. Fällt die Wahl auf einen Titel seiner grossen Vorbilder Walter Grob oder Franz Schmidig? Sind es Begriffe wie Tradition, Virtuosität, Originalität und ganz sicher Qualität, die den Ausschlag für dieses oder jenes Lied geben? Kommt einer der wenigen Willi gewidmeten Tänze in Frage? Vielleicht «Hoi du» (siehe oben), wie Claudia Muff eine Hommage an Willi Valotti nannte? Der mit einem Müsigli Beglückte tut sich sichtlich schwer, weil es Tausende von Melodien gebe, die ihn faszinieren. Und legt sich dann doch fest: «Doch, ich entscheide mich für...», sagt er, und ist höchst erstaunt, dass dieses Telefongespräch bereits wieder vorbei ist. Auch wenn seine Zeit trotz, oder, wie bei seinen Zeitgenossen, gerade wegen der Pensionierung knapp bemessen ist: Willi wird sich den Tanz dann anhören! Und Sie?

Geri Kühne

Beitrag vom 08.07.2020


Live-Musik ohne Gewähr: 

Freitag 10.07.
Rothenthurm «Biberegg» (waschächt, (Ferienplausch 1)

Samstag, 11.07.
Rothenthurm «Biberegg» (Dolfi Rogenmoser/Friedel Herger/Geri Kühne/Ruedi Zurfluh, Ferienplausch 2)

Sonntag 12.07.
Brunnen «Waldstätterquai» (Echo vom Gätterli 16 h)

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