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Beim Putzen Rugeli entdeckt

Bild: Kapelle Knobel - Reichmuth

Diese Woche geht der musikalische Geburtstagsgruss zum Allround-Musiker Fredy Reichmuth. Das Live-Telefongespräch samt Musikwunsch ist am Mittwochabend um zirka 19.30 Uhr auf Radio Tell zu hören.

Der Ländlermusiker Fredy Reichmuth, virtuoser Akkordeonist, überzeugender Schwyzerörgeler, brillanter Flötist, versierter Begleiter und auch herausragender Solist am Piano, ist der Allrounder par excellence. Ein Tausendsassa, der Volksmusik mit der Muttermilch aufgesogen hat. Die Mutter sang Volkslieder, Vater Sigi war leidenschaftlicher Schwyzerörgeler und Sigi, der 15 Jahre ältere Bruder, spielte schon in jungen Jahren.

Der kleine Fredy lernte früh die Grundbegriffe auf dem Klavier. Als ein Kollege Sigis mit einer Handorgel auftauchte, «diä wo doch öppis für de Fredely wär», begann er auch auf dem Akkordeon zu üben. Das grosse Talent entwickelte sich schnell. Er gründete als Jüngling seine eigene Kapelle Knobel/Reichmuth (Partner Mathias Knobel (1960) verstarb vor fünf Jahren unerwartet nach 30 Jahren), spielt heute mit dem Bruder im Akkordeonduo Sigi und Fredy Reichmuth, mit Bläser Dani Häusler beim Heirassa-Revival und ist Klavierbegleiter bei der Kapelle Bühler/Fischer. Immer wieder wird Reichmuth als Partner zu verschiedenen Akkordeonisten geholt. Mit Häusler musizierte er auch bei der SF Huusmusig und war mit dieser zusammen mit Nik Hartmann etliche Male «bi de Lüüt».
 
Der Vater von Silja ist mit Evi verheiratet, wohnt in Erstfeld und unterrichtet schon seit vielen Jahren Kinder an der Musikschule Uri. Er sei mit der Video-Telefonie gut über die Corona-Zeit hinweggekommen, ist aber froh, wieder im Normalbetrieb angekommen zu sein, denn der Fernunterricht sei schon nicht dasselbe. Als Kind hat er neben den Tipps seiner Familienmitglieder viel Musik konsumiert und die ihm zur Verfügung stehende richtiggehend eingesogen. 

Ein Schlüsselereignis hat ihm schliesslich zum heutigen Standard verholfen. Fredely durfte mit seinem Vater, der als Abwart eines Warenhauses auch für Reinigungsarbeiten zuständig war, oft mitgehen, unter anderem auch in einen Musikladen, wo Langspielplatten und Kassetten auflagen. Auf einer Abspielstation hörte man sich früher zuerst an, was vielleicht gekauft werden wollte. Der Knabe entdeckte eine Platte mit Aufnahmen verschiedener Formationen. Darunter auch die Heirassa, die mit dem Rugeli-Schottisch von Willi Valotti vertreten war. «Ich kannte die Heirassa bis dahin nicht, wir hörten zu Hause eher Handorgelmusik. Doch dieser Rugeli-Schottisch faszinierte mich und ich dachte, so möchte ich auch mal musizieren können. Wie der Kaspar Muther damals das Trio «runterspielte», war und ist nach wie vor grossartig», sagt Fredy. Was aus der damaligen Wunschvorstellung wurde, ist seit Jahren bekannt. Fredy hat den Tanz im Repertoire und spielt den Rugeli-Schottisch mit verschiedenen Bläsern immer wieder. Nicht, ohne auch einen kurzen Augenblick daran zu denken, auf welche Weise er damals die Heirassa und diesen Rugeli beim Putzen entdeckte.

Live-Musik: Da aktuell noch nicht eindeutig verifiziert werden kann, welche Anlässe stattfinden, empfehle ich die Veranstaltungskalender www. vsv-asmp.ch und www.alpenrosen.ch und Anfragen in den Lokalen.

Geri Kühne

Beitrag vom 17.06.2020



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