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Auch Freund der Volksmusik

Bild: www.streichmusikalder.ch

Der nächste Gast in Geris Ländlertipp, dem Radio Tell einen musikalischen Wunsch zum Geburtstag erfüllt, ist Freund, Köbi mit Vornamen. Dazu Folgendes: Wir haben Verwandte, unzählige Bekannte, kennen eine lange Reihe von Zeitgenossen und liebenswürdigen Weggefährten aus der Schul-, Jugend-, Militärzeit. Wir teilen unsere Tage und Stunden mit Kollegen am Arbeitsplatz und in vielen Bereichen im sozialen Umfeld, zählen auf die Unterstützung von Kumpeln bei unsern diversen Freizeitbeschäftigungen. Kameraden - einen bessern findst du nicht - geniessen bereits eine höhere Zuneigung. Was auf Gegenseitigkeit beruht. Manche unter uns dürfen sich auf die treue Nähe eines wirklichen Freundes verlassen. Vielleicht auch auf zwei, drei. Wenige nur. Aber für die geht man durchs Feuer. Auch umgekehrt.

Wie ein Mann stehen haufenweise vereinte Freunde hinter ihrem Fussballverein oder gar ihrer Nati, um Tausende weniger hinter der Dampfeisenbahn oder dem ebenfalls dampfenden Schiff auf dem See. Es gibt die Freunde des gehobenen Essens ebenso wie die Freunde der Natur oder der Volksmusik. Köbi Freund sagt am Telefon zum Anrufer gleich, was er von ihm hält: «Fründ!? Quasi hallo du, was häsch».

Köbi Freund ist Hackbrettler. Und Volksmusikfreund im wahrsten Sinn des Begriffs. Er präsidierte während zehn Jahren (2001 bis 2011) den VSV Verband Schweizer Volksmusik (einst Volksmusikfreunde) und vertrat von 1995 bis 2003 den Kanton Appenzell Ausserrhoden im Nationalrat. In dieser Zeit reaktivierte er die vom früheren St. Galler NR Andreas Dürr und BR Leon Schlumpf gegründete Parlamentarische Gruppe Volksmusik. Mit Vorstössen zeichneten Freund und Kollegen für die spätere Umsetzung etlicher Anliegen für die Volkskultur verantwortlich. Die Gruppe setzte sich für die Erhaltung der Sendekonzession von Radio Eviva oder für Förderbeiträge durch die Kulturstiftung Pro Helvetia auch für die Volksmusik ein. Dass heute Schweizerische Volkskulturverbände (Blasmusik, Jodel, Chorgesang, Volksmusik) beträchtliche Beiträge erhalten, ist den Anträgen aus der Gruppe bei der Vorbereitung des Kulturförderungsgesetzes zu verdanken. 

Seit 1985 gelegentlich, seit 1994 permanent, musiziert der frühere Landwirt, Besamungstechniker, Grundstückschätzer, Agroberater, Gemeinderat, Land- und Gerichtsweibel als Nachfolger des legendären Emil Zimmermann bei der Streichmusik der dritten Alder-Generation aus Urnäsch. Ob Köbis Musikwunsch in diese Richtung geht, ist am Mittwoch um zirka 19.30 Uhr auf Radio Tell zu hören mit Wiederholungen am DO um 13.30 h oder FR um 10.30 Uhr. 

Live-Musik: Noch nicht alle Lokale haben bereits wieder auf den so genannt neuen Normalbetrieb umgestellt. Manche warten bis nach den Sommerferien zu. Nähere Infos unter www.vsv-asmp.ch, unter www.alpenrosen.ch, und/oder in den Restaurants, wo man auch reservieren soll.

Geri Kühne

Beitrag vom 10.06.2020



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