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Nicht Ernst - Ruedi war König

Bild: Ländlerkapelle Les Soeurettes

Chantal Reusser (02.06.59), die Bläserin aus Meiringen, ist Gast in Geris Ländlertipp auf Radio Tell. Das Live-Gespräch ist heute Mittwochabend um zirka 19.30 Uhr zu hören, Wiederholungen am DO um 13.30 h und FR um 10.30 Uhr.

Sie gewannen vor 50 Jahren im Wettbewerb «La Grande Chance» auf Radio suisse romande hinter Peter Sue und Marc die Silbermedaille und waren die folgenden Jahre nicht nur in der West-, sondern vor allem in der Innerschweiz als besondere Ländlerkapelle in aller Munde: Les Sœurettes mit Chantal Turrian (Klar., Sax.), die gleichaltrige Brigitte oder Brijou (Akk.), und die jüngere Yasmin (Bass), wegen ihrer Grösse in den Anfängen auf einem Schemeli stehend, aus Château-d’Oex
im Waadtland. Zu ihnen stiess dann auch noch die Klavierspielerin Elisabeth Ginier (heute Brand). 

«Wo die Liebe hinfällt» (US-Filmkomödie, 2005) entscheidet auch so erfolgreiche Unternehmen wie die damals einzige Frauenländlerkapelle der Schweiz. Insbesondere die Zwillinge Chantal und Brigitte gründeten ihre Familien in geographisch  weit auseinander liegenden Regionen (Appenzell und Meiringen), so dass sie trotz nach wie vor täglichen Kontakten für die Proben die Zeit nicht mehr fanden und ihre eigenen Projekte aufbauten. Les Sœurettes spielten bis 2003 zusammen. 

Brigitte Schmid musiziert heute in der Appenzeller Formation Altfrench, hilft in diversen Formation aus, begleitet Jodler und Chöre und unterrichtet an der Musikschule. Chantal pflegt neben Musik ein weiteres Hobby intensiv. In ihrem Atelier de Chantal in Meiringen bietet sie Geschenk- und Dekorationsprodukte samt Gestaltungsideen an. Mit ihrer KV-Ausbildung hat Chantal lange im Tourismus gearbeitet, hat sich ab 2015 als Übersetzerin selbstständig gemacht und gibt ausserdem Französischkurse an der Volkshochschule.

Zusammen mit Kurt Schmid (Akk.) bildet sie die Ländlerkapelle Reusser/Schmid, in der Rolf Zwahlen den Klavierpart liefert und ihr Mann Ruedi mit dem Bass den Boden gibt. «Es isch no gäbig», mit dem Partner diese gemeinsame Leidenschaft teilen zu dürfen. Kennen gelernt hat sie ihren späteren Gatten am Eidgenössischen Schwingfest 1980 in St. Gallen. Dass der Ernst Schläpfer Schwingerkönig wurde, habe sie gar nicht richtig mitbekommen. «Für mich war Ruedi der König», schwärmt Chantal. 

Es gibt auch in der Ländlermusik Könige, die sie zwar eher Vorbilder nennt. Jost Ribary, Hans Aregger oder Kaspar Muther, mit dem der Teenager sogar eine Brieffreundschaft pflegte und sich über Ländlermusik und Blasinstrumente austauschte. Sie verehrt auch Zeitgenossen und ist beeindruckt von jüngeren: Willi Valotti, Carlo Brunner, Fritz Dünner, Dani Häusler und etliche andere. Und hat entsprechend Mühe, sich für den Musikwunsch zu entscheiden. Die Wahl fällt schliesslich auf den aus Rothenthurm ausgewanderten Allround-Musiker und heutigen Mallorquiner Fritz Dünner. Der Klarinettist hat mit der Formation Rampass (Markus Flückiger, Reto Grab (beide Schwyzerörgeli), Reto Kamer (Klavier) und Sepp Huber via Internet eine CD mit dem Titel «Chilbimusig» aufgenommen. Ab dieser möchte sie zur ihrem Geburtstag gerne den Ländler «Spätsommer» hören. Auch in der Hoffnung, dass sicher dieser Spätsommer für alle anders werden wird als es Frühling und Sommer waren.

Da und dort beginnen ab 06.06. Restaurateure vorderhand noch immer unter Einhaltung der geltenden BGA-Vorgaben wieder mit Ländlermusik. Siehe Veranstaltungskalender von www.vsv-asmp.ch. oder www.alpenrosen.ch und  - vor Ort wegen allfälliger Reservation von Plätzen anfragen. 

Geri Kühne

Beitrag vom 03.06.2020



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