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Das Vorbild mit Zuger Bluet

Bild: Willis Wyberkapelle

Mit ihm zusammen darf ich im Handorgelduo Dolfi Rogenmoser/Friedel Herger musizieren. Ich kenne also Friedel Herger, den heutigen Gast in Geris Ländlertipp bestens. Ihm erfüllt Radio Tell diese Woche einen Geburtstagswunsch. Mehr dazu am Mittwochabend um 19.30 Uhr.

«Wo die Liebe hinfällt...», trifft auch auf Friedel Herger zu. Er wohnt heute in Muotathal, ist mit Gerda verheiratet und Vater von Philipp und Selina. Aufgewachsen in Bürglen, brachte dem Zehnjährigen, wie zuvor auch seinem vier Jahre älteren Bruder Beni, der Vater die ersten Griffe auf der Handorgel bei. Von der Trachtengruppe Bürglen erhielt mein Gast ein damaliges Spulen-Tonbandgerät, ab dem er Tanz für Tanz hörte und lernte. Bereits mit zwölf Jahren durfte der kleine Friedel samt Vater in einer «Diräkt us»-Sendung die Bürgler Trachtenleute bei einem Tanz begleiten. Von einem Verwandten mütterlicherseits bekam der an Ländlermusik interessierte, ohne Radio und ohne Kassettenrecorder aufgewachsene junge Mann ein Grammophon geschenkt. Im Zimmer gab es weder eine Steckdose noch ein Verlängerungskabel. Auf dem Bett sitzend, hörte sich Friedel die damaligen Tänze an. Nicht aber, ohne das Grammophon vorher mittels der Handkurbel angetrieben zu haben! So lernte er Melodie für Melodie verschiedener Komponisten kennen und im Verlaufe der Zeit selber spielen. 

Dass der heutige Partner Dolfi Rogenmoser auch Hergers Vorbild ist, begann ebenfalls in den eigenen vier Wänden. Erstmals lauschte er dem so typischen Schwyzerörgelispiel des Zugers. Dieser ganz besondere Zupf liess ihn - wie auch dessen Spiel auf der Handorgel - nicht mehr los. Natürlich mag Friedel auch Franz Feierabend, Franz Schmidig, Johnny Gisler oder Walter Grob;  Betschart/Rogenmoser faszinierten ihn jedoch immer. Dass er dereinst Alois Betscharts Nachfolger werden würde, stand damals natürlich noch in den Sternen. 

Nach seinem Wunsch befragt, bleibt Friedel Herger bei Dolfi Rogenmoser. Nicht, weil er diesem damit die Ehre erweisen will, sondern aus Überzeugung. Es soll zum Geburtstag auch nicht ein Tanz aus den bisher gemeinsam produzierten zwei CDs «Bim Dolfi deheimä» und «Der mit dem Örgeli spielt» gewählt werden, sondern ein anderes Beispiel. In neuer Version. «Mir gefällt, wie Willis Wyberkapelle immer wieder auch alte Tänze neu und so virtuos interpretiert. Und mit der regelmässigen Wahl auch alter Stücke beweist, dass auch früher wunderbare Ländlermusik komponiert worden ist». Sagts, und wählt den Schottisch seines Vorbilds mit Zuger Bluet und selbigem Namen. 

Der Titel samt Live-Telefongespräch mit Friedel Herger wird in «Geris Ländlertipp» erstmals am Mittwochabend um 19.30 Uhr auf Radio Tell zu hören sein mit Wiederholungen jeweils am Donnerstag um 13.30 Uhr und Freitag um 10.30 Uhr. Die Sendungen können auch später nachgehört werden.  

Da ich aktuell nicht verifizieren kann, welche Termine stattfinden, werden hier keine Veranstaltungstipps aufgezeigt. Nach wie vor sind welche online aufgeschaltet in www.vsv-asmp.ch, www.alpenrose.ch oder www.typischmagazin.ch

Geri Kühne

Beitrag vom 22.04.2020



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