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Marsch für Winterthurer

Walter Grimm (Bild: Moritz Hager)

Der Geris Ländlertipp in veränderter Form schickt in Zusammenarbeit mit Radio Tell auch musikalische Grüsse. Weil in der Kolumne zurzeit nicht über bevorstehende volkstümliche Anlässe berichtet werden kann, telefoniere ich Musikantinnen und Musikanten, um ihnen nach Möglichkeit einen musikalischen Wunsch zu erfüllen. In der Regel im Umfeld ihres Geburtstages. Ob rund oder nicht.

Im aktuellen Geris Ländlertipp, der immer am Mittwochabend um 19.30 , am Donnerstag um 13.30 und am Freitag um 10.30 Uhr auf Radio Tell (www.radiotell.ch) zu hören und auch zu lesen ist, gratuliere ich Walter Grimm aus Winterthur. Er hat am Sonntag seinen 60. Geburtstag gefeiert.

Walter Grimm ist dort Inhaber eines Musikgeschäftes. Der gelernte Holzblas- und Metallblasinstrumenten-Reparateur  verkauft und repariert aber nicht nur Blasinstrumente. Grimm wird von seiner Frau Jeanette, seinen zwei Söhnen Danny und Josua und sechs weiteren Mitarbeitenden unterstützt. Als Winterthur im Herbst 1979 nach Sargans und Horw Austragungsort des dritten Eidgenössischen Ländlerfestes war, pflegte der 19jährige Bläser bereits enge und persönliche Beziehungen samt Briefwechsel mit Notenaustausch zu seinem Vorbild Kaspar Muther (1909-1980). Zum Eidgenössischen widmete der Maestro dem talentierten Nachwuchsmann den Winterthurer-Marsch.

Es überrascht nicht, dass Walter Grimm im Telefongespräch mit Radio Tell diesen Winterthurer-Marsch auch als die Melodie bezeichnet, die ganz oben auf der persönlichen Hitliste figuriert. Es verwundert auch nicht, dass der besagte Kaspar Muther, der ein Jahr nach dem Eidgenössischen im Alter von 71 Jahren verstarb, Grimms Lieblingskomponist im Bereich Volksmusik ist. 

Grimms eigene Ländlerkapelle mit Martin Suter sen. am Akkordeon, Urs Krienbühl am Klavier und Oski della Torre am Kontrabass hat denn auch etliche Muther-Kompositionen im Repertoire. Zum 60. Geburtstag beabsichtigt die Formation, einen Tonträger zu produzieren. Ob diese wie geplant auf den Sommer aufliegen wird, ist völlig ungewiss. Die Mitglieder der Formation halten sich an die gegenwärtigen Anordnungen des Bundesrates und treffen sich weder zu Proben noch für Aufnahmen im Studio. 

Walter Grimm ist vielseitig orientiert.Er ist neben seiner Funktion als Bläser in seiner gleichnamigen Ländlerkapelle immer wieder auch in Projekte im Bereich der Klassik, im Jazz und im Pop/Rock involviert. Seine ganz grosse Leidenschaft aber ist die Ländlermusik. Mit ihr ist er schon von Kindheit an vertraut, weil auch sein Vater musizierte und eine tolle Bekanntschaft mit Jost Ribary hatte. «S Nummer eis» sagt Grimm im Telefongespräch auf Radio Tell, und meint damit nicht eine Leistungsstufe, sondern die Hirarchie der Ribarys mit den drei Generationen. Diese werden in der Szene auch mit Steiner-Chilbi-Jost, Chatzebüsi-Jost und Schwalbennest-Jost voneinander unterschieden.

Geri Kühne 

Links zum Thema https://musikgrimm.ch/
Beitrag vom 08.04.2020



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