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Kleine Carina von Carlo

Bild: kapelle-erichstuder.ch

Weil zur Zeit der Geris Ländlertipp nicht als Hinweis auf bevorstehende Veranstaltungen genutzt werden kann, und auch Tipps für Ländlermusik in Beizen ausfallen, habe ich mir Gedanken über andere Möglichkeiten gemacht. In die Diskussion über die gegenwärtige Situation mit der Krise möchte ich mich nicht weiter einmischen. «Andra tutto bene» für die musizierenden Italiener, und «Kollektives burn-out», das die Welt jetzt hat, waren diesbezügliche Beiträge.

Für die nächste Zeit, und bei Gefallen auch länger, will ich mich in erster Linie mit musizierenden Menschen aus der Szene telefonisch in Verbindung setzen und sie nach einem ihrer Lieblingstücke, der Lieblingsmelodie überhaupt und des Lieblingskomponisten fragen. Fast alle werden erklären, dass dieses Spektrum natürlich sehr breit sei. Wie beim ersten Beispiel kommen die Gesprächspartner am Telefon dann aber doch sehr schnell auf einen Titel und einen Komponisten, den sie mögen. Das genannte Telefongespräch wird künftig live auf Radio Tell (immer am Mittwochabend um 19.30 h) zu hören sein. Aber auch der Geris Ländlertipp in der hier geschriebener Version hat dieses Telefongespräch zum Inhalt.  

Mein erster Gesprächspartner wohnt in Obernau-Kriens. Armin Michel ist Klavierbegleiter bei der Ländlerkapelle Erich Studer, bei der auch der Akkordeonist Kurt Schmid und der Bassist Hans Amweg mitspielen. Seit Anfang Jahr gibt es eine weitere Formation um Erich Studer mit Armin Michel am Klavier, Martin Suter jun. am Akkordeon und Christoph Mächler am Kontrabass. Das Ensemble hat sich darauf spezialisiert, unter dem Titel Dünner-Nauer-Revival Kompositionen aus dem Fundus Fritz Dünners und Franz Nauers zu interpretieren. Ferner begleitet Armin bei der Kapelle Scherrer/Matter mit Georges Scherrer (Klar./Sax.) , Ruedi Matter (Akk. und Sax.), Jeanclaude Reichenbach, Bass) am Piano.

Der versierte Klavierspieler Armin Michel tanzt also auf vielen Hochzeiten. Gleiches ist zur Frage nach der Lieblingsmelodie zu sagen. «Kann mich nicht festsetzen, so spontan», sagt Armin. Und wählt dann nach drei vier Sekunden und somit doch einigermassen schnell einen Fox von Carlo Brunner mit Namen «Klein Carina». Brunner hat diesen Fox logischerweise einem kleinen Mädchen aus seinem familiären Umfeld gewidmet, Carina ist inzwischen längst eine erwachsene Frau. 

Beim Komponisten fällt die Wahl einerseits überraschend aus, auf der andern Seite wird das Lieblingsstück bestätigt. Mein Lieblingskomponist heisst Carlo Brunner. Armin Michel nennt zwar einen Alois Schilliger als eines seiner Vorbilder, aber auch Carlo Brunner. Und den eben nicht als Bläser, sondern als Klavierspieler. Eine Rolle, die der begnadete Musiker und Allrounder Carlo Brunner immer wieder mal wahrnimmt und ausübt. Mit der Superländlerkapelle im Lachner Wiehnachtszauber zum Beispiel. Mit der Möglichkeit, Carlo einen Abend lang als Klavierspieler zu begegnen, rechnet ein breites Publikum aber eher nicht. Wer weiss? Später! Armin Michel aber kennt die Qualitäten des Pianisten Carlo Brunner und nennt seine Nomination gerade aus Sicht des Mannes an der schwarzweiss-Tastatur darum keineswegs unbegründet.

Geri Kühne

Links zum Thema https://kapelle-erichstuder.ch/
Beitrag vom 01.04.2020



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