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Geheimfach in der Schublade

Bild: Gupfbuebä mit Walter Balmer (mitte)

Die Spuren des Geheimfaches in der Schublade lassen sich über Jahrhunderte zurück verfolgen. Die Balmer Musiker-Dynastie aus Wilderswil BE soll es nämlich schon seit 1584 geben. Im Berner Staatsarchiv liegt ein Bussenzettel, ausgestellt auf einen Spielmann namens Beat Balmer. Dieser sei mit einer Gulde gebüsst worden, weil er an einer Hochzeit aufspielte. Was damals im Bernbiet verboten war! Vierzehn Generationen später musizierte der Nachkomme Walter Balmer regelmässig mit seinen «Balmer-Buebe» im Kursaal Interlaken. Und ebenso an verschiedenen Orten immer wieder mit Ländlergrössen wie Walter Grob, Thuri Prisi oder Franz Nauer.

Als Kabelfernsehen-Unternehmer beendete Walter Balmer im 1987 beruflich bedingt seine Musikerlaufbahn. Er komponierte allerdings weiter. Einfach so für die Schublade. Nach dem Übertritt ins Pensionsalter veröffentlichte Balmer vor fünf Jahren eine CD mit Eigenkompositionen aus der erwähnten Schublade, die er mit den Gupfbuebe einspielte. Zum Abschluss dieses Projektes mit etlichen Vorbereitungen und der gemeinsamen Präsenz im Studio schenkten die Gupfbuebe dem Komponisten ein Erinnerungsalbum mit vielen Fotoaufnahmen. Am Schluss des Dokumentes schrieben sie: «Die Gupfbuebe hoffen auf ein Geheimfach in der Schublade». Der Wunsch ging inzwischen in Erfüllung, denn das Geheimfach wurde tatsächlich gefunden, respektive geöffnet.

Walter Balmer und die Gupfbuebe haben sich darum erneut zusammengeschlossen  und unter dem Titel «Schublademusig II» 28 Kompositionen von Walter Balmer auf einen neuen Tonträger aufgenommen. «Es ist eine CD mit viel Abwechslung geworden», sagt Walter Balmer. Und weiter: «Mal verbreitet die neu zu den Gupfbuebe hinzugefügte Geige die Atmosphäre von Salonmusik, mal Zigeunerklänge. Und ein andermal swingt das Klavier wie in einer Jazzband, was von der Posaune noch zusätzlich untermalt wird». Fans, welche «Schublademusg II» bereits in einem ersten Konzert gehört haben, bestätigen die musikalische Bandbreite und die auch virtuosen Leistungen der Interpreten. Was die Musik zur Kunst mache. Die darf im Einklang mit Qualität ja auch in der Ländlermusik durchaus erlaubt sein.

Die neue, zweite CD ist im vergangenen Herbst an einem Konzert mit geladenen Gästen in Interlaken erstmals präsentiert worden. Am kommenden Sonntag wird «Schublademusig II» in Originalbesetzung auch für die Öffentlichkeit angekündigt. Zu den Gupfbuebe stossen die Geigerin Maria Gehrig, der Gitarrist Florian Mächler und der Posaunist Thomas Hauri. Auch der rüstige Walter Balmer selber wird bei einigen seiner Stücke in die Klarinette blasen. Die CD-Vorstellung im Restaurant «Grossteil» in Giswil OW beginnt um 14 Uhr. Reservationen unter der Telefonnummer des Hauses sind nicht nur möglich, sondern auch erwünscht. Die Platzzahl im zwar stattlichen Saal ist allerdings limitiert, sodass sich die Rückfrage nach noch möglichen Plätzen lohnt, bevor die Reise ins Obwaldnerländli unternommen wird. 

Geri Kühne


Links zum Thema https://www.srgd.ch/de/aktuelles/news/2020/01/22/viva-volksmusik-2020-mit-nicolas-senn/
Beitrag vom 05.02.2020


Livemusik Auswahl: 

DO 06.02
Altdorf «Kolpinghaus» (Stalder/Heinzer/Gisler14 h)
Ibach «Rose» (Bürgler/Laimbacher 14 h)
Sihlbrugg «Dukes» (Urs Brühlmann 19 h)
Zürich «Älplibar» (Uhrue 20 h)
Adelboden «Schermtanne» (LQ Schmid)

FR  07.02.
Davos Frauenkirch «Landhaus» (GrischArt 20 h)
Spiringen «Alte Post» (Stöcklibuebe)
Luzern «Don Feri» (Gläuffig urchig)

SA 08.02.
Zürich «Studio Leutschenbach und TV» (Viva Volksmusik 20 h)
Zürich «Älplibar» (Pascal und Werner)
Rothenthurm «Biberegg» (Esther Birchler/Sonja Schälin)
Riet-Muotathal «Fluhhof» (Tänzig)
Ibach «Post Diti und Nisi» (Heinzer/Stalder)

SO 09.02.
Erstfeld «Raststätte» (Franz und Jolanda Schmidig 10 h)
Engelberg «Wasserfall» (Erich Studer/Martin Suter 12.30 h)
Fürstenaubruck «Waldheim» (Grischuna Örgeler 13 h)
Allenwinden «Löwen» (Ablondi/Gwerder 14 h)
Chur «Charlys Bierhalle» (Davoser Ländlerfründa)
Gersau «Rathaus» (SMS)
Weissbad «Loosmühle» (Setteretalbuebe)
Rickenbach «Windstock» (Andrea Ulrich/Gaby Näf)

MO 10.02.
Muotathal «Selgis» (Karin Nussbaumer/Sebi Betschart  14 h)
Altdorf «Schützenhaus» (Huusmusig Gehrig 20 h)

DI 11.02.
Galgenen «Galegria» (Geri Knobel 13.30 h)
Zollbrück BE «Zur Brücke» (Thunerbuebe 14 h)
Basel «Zum schmale Wurf» (Echo vom Leuezorn 20 h)

MI 12.02.
Adelboden «Geilsbrüggli» (Hahnenmoosgruess  18.30 h)
Biel «Hausi Straub Club» (Zebra Giele und Modi 20 h)
Burgdorf «Örgelikeller» (Örgelifründe Chisebach)
Seedorf «Rössli» (Echo vom Rütiberg)
Weissbad «Hof» (Alphöttli)
Zürich «Älplibar» (Echo vom Sihlwald)



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