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Der Schweizermeister

Bild: Chlefälä

Den Tipp spielte man mir aus dem Chlefeler- und Löffler-Umfeld zu. Bis dahin hatte ich davon keine Ahnung. Chlefälä und Löfflä waren letzte Woche Thema im «Geris Ländlertipp». Ob mir bekannt sei, dass in den 80igern des letzten Jahrhunderts analog dem Priis-Bödälä oder heutigen Priis-Chlefälä auch Meisterchaften im Löffeln stattgefunden hätten? War mir nicht bekannt, nein. Und auch nicht, dass neben den Meisterschaften sogar auch einmal eine Schweizermeisterschaft organisiert worden ist. Eine einzige!

Der damalige Schweizermeister ist darum nach wie vor Schweizermeister. Er ist mir nicht als solcher, aber als profunder Kenner der Volks- und Ländlermusikszene ein Begriff: Armin della Torre aus Kerns. Ein Spross der legendären Musiker-Dynastie della Torre. Deren Start legte Pietro della Torre, der 1863 als Gastarbeiter in den Kanton Obwalden einwanderte und mit seiner Trompete alsbald in verschiedenen lokalen Formationen mitspielte. Dessen Musikgene vererbte Pietro seinen Kindern (Hans und Oski della Torre) und seinen Enkelkindern, von denen heute etliche in verschiedenen Projekten unterwegs sind. 

Auch Armin hat die Musik im Blut. Der Sohn des im Dezember im hohen Alter von 96 Jahren verstorbenen Hans della Torre, seines Zeichens langjähriger Begleiter Ruedi Rymanns (Schacher Seppli) trat zwar nie als Instrumentalist auf Bühnen in den Vordergrund. Umso mehr hat Armin an erwähnten Löffeler-Meisterschaften teilgenommen, bei denen er sich auch dreimal zum Sieg löffelte. Im 1993 hatte er einen Unfall an der rechten Hand mit fünf Mittelhandknochenbrüchen, was so oder so das Ende der Kariere bedeutete. Es hätten aber auch aus andern Gründen durchaus mehr Siege sein können. Weil Vater Hans in der Formation mitspielte, zu der die Wett-Löffler ihr Können zur immer selben Melodie zu zeigen hatten, befürchteten Vater und Sohn bei einem allfälligen guten Abschneiden Befangenheit der Jury. Diese aber hatte die Löffeler nach exakter, sauberer Rhythmik, nach Dynamik (laut, leise), der Beherrschung der Übergänge und nach dem fröhlichen, lockeren Gesamteindruck zu beurteilen. Erst nach ein paar Jahren also griff auch Armin ins Wettkampfgeschehen ein. Im 1987 in Giswil mit allerhöchster Auszeichnung. Er holte sich an der damaligen Meisterschaft gleich den Schweizermeister-Titel.

Schweizermeister ist Armin della Torre nach wie vor, weil er nie mehr die Gelegenheit bekommen hat, entsprechende Herausforderungen um den Titel anzunehmen und diesen zu verteidigen. Doch der Armin della Torre als Schweizermeister im Löffeln sowie der einmalige Titel selber sind ein Sonderfall. Ein Unikum. Und das dürfen beide getrost bleiben!

Geri Kühne



Links zum Thema https://www.ebel-baar.ch/
Beitrag vom 22.01.2020


Live Musik Auswahl:

DO 23.01.
Altdorf «Kolpinghaus» (Fronalp 14 h)
Adelboden «Schermtanne» (Angela Gisler/Michi Müller 20 h)

FR 24.01.
Gonten «Roothuus» (Adrian Dörig-Stubete)
Springen «Alte Post» (Stickiger/Milegger/Stiniger)

SA 25.01.
Thusis «Kirchgem.Haus» (Schesaplana Seniorentanz 14 h)
Inwil BE «MZA» (SQ Kolibri 18 h)
Lurzern «Schützenhaus» (waschächt)
Oberwil b. Büren «Gemeindehaus» (öufi-Ländlers)
Vitznau «Hinterberge» (Gebrüder Hess 19 h)
Baar «Ebel» (Erich Studer/Martin Suter m. Dünner-Revival) 
Beckenried «Seerausch» (Dany und Thedy Christen)
Ibach «Post Diti und Nisi» (Gasser/Hess 20 h)
Gersau «Kaffeestube» (Angi Gisler/Michi Müller m. Basil)
Rothenthurm «Biberegg» (Studhalter/Pfister)
Ried-Muotathal «Fluhhof» (Gebrüder Kallen)
Steinen «Kaffeestube» (Tänzig)
Thalwil «Jazzclub» (Gläuffig)

SO 26.01.
Erstfeld «Gotthard-Raststätte» (L.Bürgler/Fr. Reichmuth 10 h)
Meierskappel «Is Hüttli» (SöMM Mutschellen 11 h)
Galgenen «Galegria» (Geri Knobel 12 h)
Engelberg «Wasserfall» (Betschart/Müller 12.30 h)
Isenthal «Urirotstock» (Illgauer-Choscht div. Form. 13 h)
Schwellbrunn «Sitz» (Echo vom Gitschä) 
Giswil «Grossteil» (Brunner/Mettler/Lötscher/Röösli)
Allenwinden «Löwen» (Zündhölzlimusig 14 h)
Chur «Charlys Bierhalle» (Grünberg)
Rickenbach «Windstock» (Ländlerhess)
Sarnen «Zum Schärme» (Bachmann/Müller 14.30 h)
Weissbad «Loosmühle» (Bazli und sini Kollege 15 h)
Uznach «Frohe Aussicht» (Ghörsch-Buureschübligtanz 18 h)
Leukerbad «Römerhof» (waschächt, 19 h, ganze Woche)

MO 27.01.
Gersau «Tübli» (René Jakober 15 h)



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